Im neuen Jahr läuft es weiterhin nicht schlecht für europäische Bankaktien – auch im Vergleich zu den amerikanischen Wettbewerbern. Über die Aktie der Commerzbank kann man das allerdings nicht sagen. Die Papiere kämpfen derzeit erneut mit einer wichtigen Unterstützung. Abhilfe könnten die Quartalszahlen bringen, die für nächste Woche erwartet werden.
Nachdem bereits etliche europäische Großbanken ihre Zahlen für 2025 vorgelegt haben und der erste Monat des neuen Jahres vorbei ist, lohnt sich ein Blick auf die Branchenperformance. Diese kann sich mit einem Plus von 4,5 Prozent für den Branchenindex Euro Stoxx Banks sehen lassen. Damit wird auch dem amerikanischen Pendant, dem KBW Index, der nur 2,1 Prozent erreicht, deutlich das Nachsehen gegeben.
Im Vergleich dazu fällt die Commerzbank-Aktie 2026 bislang klar ab. War die Aktie mit über 130 Prozent Plus im vergangenen Jahr noch einer der besten Werte in Europa, rangieren die Papiere nun auf dem letzten Platz des Euro Stoxx Banks mit einem Minus von 3,4 Prozent.
Um das Thema Übernahme durch die UniCredit ist es ebenfalls ruhig geworden. Das muss jedoch nicht heißen, dass es dazu absehbar nicht kommt. CEO Andrea Orcel dürfte vielmehr weiter auf fallende Kurse setzen, um sich bei einer möglichen Fusion nicht zu übernehmen.
Die für kommende Woche, am 11. Februar, erwarteten Zahlen zum Jahresabschluss 2025 könnten zudem für eine Überraschung sorgen. Aufgrund von Umstrukturierungsaufwendungen wird ein sinkender Gewinn von 2,53 Milliarden Euro erwartet. Im Vorjahr 2024 lag dieser noch bei 2,68 Milliarden Euro.
Nach nur einem Monat des neuen Jahres lässt sich noch nicht viel sagen. Es ist 2026 noch mehr als genug Zeit, damit sich die Aktie wieder nach vorne arbeitet. Dafür wäre es jedoch wichtig, dass die 50-Tage-Linie bei 34,59 Euro hält. Diese wird aktuell zu Wochenbeginn getestet. Die Zahlen in der kommenden Woche könnten den nötigen Impuls liefern. Die Aktie bleibt eine Halteposition.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 10:32