Die neue Börsenwoche beginnt mit deutlichen Abschlägen – und das gleich an mehreren Fronten. Edelmetalle, Kryptowährungen und auch die Aktienmärkte stehen unter Druck. Anleger schalten einen Gang zurück, nachdem es zum Wochenschluss bereits kräftig gerumpelt hatte. Risk-off lautet das klare Motto zum Start in den neuen Handelsmonat.
Auslöser der aktuellen Risikoaversion ist der massive Abverkauf bei den Edelmetallen. Silber, das sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt hatte, brach am Freitag zeitweise um rund 30 Prozent ein – der stärkste Tagesverlust seit 1980. Auch Gold konnte sich dem Abwärtsstrudel nicht entziehen und verlor rund neun Prozent. Gewinnmitnahmen und Zwangsliquidierungen haben den Markt eiskalt erwischt. Zum Start der neuen Handelswoche dürften sich die Verluste bei den Edelmetall fortsetzen: Gold wird an Montagmorgen vier Prozent tiefer bei 4.693,60 Dollar gehandelt, die Silber-Futures fallen um sechs Prozent auf 79,54 Dollar und damit unter die 80-Dollar-Marke.
Bitcoin rutscht unter 80.000 Dollar
Auch der Kryptomarkt bleibt nicht verschont. Bitcoin fiel erstmals seit April wieder unter die Marke von 80.000 Dollar und notierte zuletzt nur noch bei rund 76.000 Dollar. Das Signal ist eindeutig: Anleger reduzieren Risiko-Exposure quer über alle Anlageklassen. Die Euphorie der vergangenen Wochen weicht zunehmend der Vorsicht.
KI-Euphorie wackelt: Nvidia-OpenAI-Deal auf der Kippe
Zusätzliche Unsicherheit kommt aus dem Technologiesektor. Laut einem Bericht des Wall Street Journal sind die Pläne von Nvidia, rund 100 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren, ins Stocken geraten. Innerhalb des Chipkonzerns sollen Zweifel an Umfang und Struktur des Deals aufgekommen sein. Zwar betonte Nvidia-CEO Jensen Huang am Wochenende, dass man weiter stark an OpenAI glaube und investieren wolle, doch allein die Schlagzeilen reichen aus, um den ohnehin angeschlagenen Sektor weiter zu belasten. In Asien ging es am Montagmorgen für den Nvidia-Zulieferer SK Hynix rund fünf Prozent abwärts und auch Samsung verzeichnete einen Kursrutsch von rund sechs Prozent.
Politischer Faktor sorgt für Unruhe
Für reichlich Verunsicherung sorgt zudem die Nominierung von Kevin Warsh als möglichem neuen Fed-Chef durch Präsident Donald Trump. Sollte Warsh Jerome Powell im Laufe des Jahres ablösen, könnte das geldpolitische Umfeld eine neue Richtung einschlagen – ein Risiko, das Börsianer aktuell lieber meiden (DER AKTIONÄR berichtete).
Zahlenflut und Arbeitsmarktbericht voraus
Der Blick richtet sich nun auf eine der wichtigsten Wochen der laufenden Berichtssaison. Mehr als 100 Unternehmen aus dem S&P 500 legen ihre Zahlen vor, darunter Schwergewichte wie Amazon, Alphabet und Disney. Zwar fällt die bisherige Bilanz der Berichtssaison robust aus, doch einzelne Kursreaktionen – etwa bei Microsoft – zeigen, wie hoch die Messlatte liegt. Zusätzlich steht am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Januar an. Erwartet werden lediglich 55.000 neue Stellen – ein weiterer möglicher Belastungsfaktor für die Märkte.
Anleger stehen vor einem harten Wochenauftakt. DER AKTIONÄR bleibt am Ball und wird fortlaufend über die Märkte berichten. Gerade in diesen turbulenten Zeiten sind die spezialisierten Börsenbriefe wie Goldfolio, der Spezialbrief für Gold- und Silber-Aktien oder der Bitcoin-Report eine wertvolle Unterstützung für fundierte Anlageentscheidungen. Neben tiefgehenden Hintergrundanalysen und zeitnahen E-Mail-Updates profitieren Leser zudem von aktuellen Informationen über WhatsApp-Kanäle und SMS-Dienste – und bleiben so jederzeit bestens informiert. Alle Börsenbriefe finden Sie hier.
DER AKTIONÄR DAILY Newsletter
Bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen bei spannenden Unternehmen und an der Börse auf dem Laufenden. Lesen Sie DER AKTIONÄR DAILY – den täglichen Newsletter von Deutschlands führendem Börsenmagazin. Kostenlos.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Heute, 06:00