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United Internet: Dividende steigt – Aktie mit Kaufsignal

United Internet hat am Mittwochabend nach Börsenschluss überraschend seine Jahresbilanz veröffentlicht. Dabei konnte der Telekomanbieter die Umsatz-, Kunden- und Ergebnisprognosen der Analysten erfüllen. Beim Ausblick für das laufende Jahr gab sich das TecDAX-Unternehmen aber zurückhaltend.

Nicht zuletzt dank der Komplettübernahme von Versatel stieg der Umsatz von United Internet im Geschäftsjahr 2015 um 21,2 Prozent auf 3,72 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 4,6 Prozent auf 771,2 Millionen Euro zu - ohne Sondererträge im Vorjahr hätte das Plus wie angepeilt 39,8 Prozent betragen. Um die Sondereffekte des Vorjahres bereinigt stieg der Konzerngewinn je Aktie von 1,46 Euro auf 1,80 Euro.

Mit den Kennzahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten erfüllt. Eine Überraschung gab es aber bei der Zahl der Neukunden: Auch ohne die Übernahme des polnischen Webhosters home.pl stieg die Zahl der Kunden aufs Jahr gesehen um 930.000 – angepeilt war lediglich ein Plus von 880.000.

Verhaltener Ausblick

Für das laufende Jahr hat United Internet allerdings ein etwas langsameres Ergebniswachstum in Aussicht gestellt als in den Vorjahren. So soll das EBITDA aus eigener Kraft um zehn Prozent auf rund 850 Millionen Euro steigen. Beim Umsatz wird ein Plus von acht Prozent auf vier Milliarden Euro angepeilt. Hier hatten sich die Analysten im Vorfeld etwas mehr erhofft. Traditionell eher konservativ fällt die Erwartung an das Kundenwachstum (+800.000) aus.

Hinsichtlich der Dividende liegt United Internet allerdings wieder auf einer Linie mit den Analysten: Wie erwartet soll die Ausschüttung um zehn Cent auf 70 Cent steigen. Die Dividendenrendite beträgt damit rund 1,5 Prozent.

Aktie mit Kaufsignal

Nach einem kräftigen Zugewinn im nachbörslichen Handel wird der TecDAX-Titel auch am Donnerstagmorgen deutlich im Plus erwartet. Die wichtige 200-Tage-Linie, die derzeit bei 45,26 Euro verläuft, dürfte der Kurs damit hinter sich lassen. Anleger können mit einer kleinen Position nun wieder einen Fuß in die Tür stellen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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