ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner & Co: Sorgen um China – Stahl-Aktien unter Druck

Im schwachen Marktumfeld kommen Stahl-Aktien am Donnerstag an der deutschen Börse besonders stark unter Druck. Negative Nachrichten aus Finnland und China sorgen für Bedenken bei den Anlegern. Im DAX trägt ThyssenKrupp dementsprechend die rote Laterne und auch im MDAX zählen Salzgitter und Klöckner & Co zu den schwächsten Werten.

Vor allem schwache Konjunkturdaten aus China drücken auf die Stimmung. Die eingetrübten Aussichten auf dem wichtigen Markt belasten sowohl Stahl- als auch Minentitel. Ein weiterer Dämpfer kommt von finnischen Stahl-Wettbewerber Outokumpu. Nach einer Prognosesenkung für das US-Geschäft hat die Aktie mehr als zehn Prozent an Wert verloren. Dementsprechend sorgen sich auch Anleger der deutschen Konkurrenz um mögliche negative Auswirkungen.

Die Lage bei den deutschen Stahltiteln ist allerdings nach wie vor unterschiedlich. In den vergangenen Monaten haben sich Salzgitter und ThyssenKrupp deutlich erholt. Charttechnisch hat sich die Lage bei den beiden Werten dadurch deutlich verbessert. Beim DAX-Titel droht allerdings nun der Bruch der horizontalen Unterstützung bei 23,90 Euro.

Bei Klöckner ist der Abwärtstrend hingegen weiter intakt. Besserung ist hier nicht in Sicht. Es droht viel mehr ein erneuter Test der wichtigen Unterstützung bei 8,30 Euro. Fällt der Kurs unter diese Marke, drohen weitere Verluste.

Dabeibleiben

Bei Klöckner bietet sich ein Engagement nach wie vor nicht an. Besser ist die Lage bei ThyssenKrupp. Der DAX-Konzern ist beim laufenden Konzernumbau auf einem guten Weg. Die Aktie bleibt eine Halteposition. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 21 Euro.

Die besten Aussichten in der angeschlagenen Stahlbranche hat derzeit allerdings die Salzgitter-Aktie. Nach schwachen Jahren ist der Titel eine spannende Turnaround-Story. Seit Anfang des Jahres hat die Aktie bereits deutlich zugelegt. Noch sollte jedoch Potenzial nach oben vorhanden sein. DER AKTIONÄR spekuliert im Derivate-Musterdepot auf weiter steigende Kurse.

(Mit Material von dpa-AFX)

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