ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Tata-Fusion macht keinen Sinn – stimmt das?

Die erste Euphorie ist wieder verflogen. In der vergangenen Woche hat die Aktie von ThyssenKrupp noch ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht. Inzwischen ist der Kurs aber erneut in den Seitwärtstrend zurückgefallen. Dominierendes Thema bleibt nach wie vor die Zukunft des Stahlbereichs.

Das Management um Konzernlenker Heinrich Hiesinger treibt die Konsolidierung in der Stahlbranche seit Monaten voran. Nicht überall finden die Pläne allerdings den gleichen Anklang. Während Anleger auf eine Wertsteigerung der angeschlagenen Sparte hoffen, fürchten Betriebsrat und Arbeitnehmer die Zukunft.

Willi Segerath, der Konzernbetriebsratschef von ThyssenKrupp, bezweifelt gar die Sinnhaftigkeit der Pläne Hiesingers. „Von einer solchen Fusion halte ich gar nichts“, erklärte er vor der Hauptversammlung am Freitag. Das Problem ist, dass es nach wie vor keine konkreten Pläne gibt, wie es mit der Stahlsparte weitergeht. Alleine die Pensionsverpflichtungen von Tata bleiben weiter ein großes Hindernis. „In den Gesprächen mit dem Management über die im Stahl geforderten Einsparungen hören wir ja auch nichts Konkretes“, kritisiert Segerath.

Aktie braucht Impulse

Die angestrebte Lösung für die Stahlsparte würde der Aktie neuen Schwung verleihen. Einen konkreten Plan für die Tata-Fusion gibt es aber noch nicht, einen Plan B hat das Management nicht. Allerdings dürften sich die Stahlpreise 2017 weiter erholen, sodass das „Sorgenkind Stahl“ auch ohne Konsolidierung auf dem Weg der Besserung ist. Anleger lassen die Gewinne laufen und setzen darauf, dass der Ausbruch aus dem Seitwärtstrend gelingt.

 


 

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