ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Endlich eine Einigung – wie geht es jetzt weiter?

Das Thema hat ThyssenKrupp in den vergangenen Wochen immer wieder beschäftigt. Nun hat sich das Konsortium aus ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) und Lürssen mit dem Rivalen German Naval Yards (GNY) im Streit um den Korvettenauftrag der Bundesregierung geeinigt. Die Aktie klettert wieder in Richtung des Jahreshochs.

Fünf Korvetten hatte der Bund bei TKMS und Lürssen bestellt. Rund 1,9 Milliarden Euro kosten die Schiffe. Daran soll sich auch nichts ändern, auch wenn GNY nun ebenfalls zum Konsortium gehört. Rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes soll der Rivale als Arbeitspaket erhalten. In der letzten Juniwoche soll der Haushaltsausschuss der Regierung die finale Vergabe regeln. Vorher muss das Bundeskartellamt der Erweiterung des Konsortiums aber noch zustimmen.

Für GNY und Lürssen gilt der Auftrag als überlebensnotwendig. Bei TKMS hat sich die Situation zuletzt dagegen etwas entspannt. Neue Bestellungen aus Norwegen und Singapur hatten die Auslastung erhöht. Dennoch gilt die Sparte neben dem Stahlbereich weiter als Sorgenkind. Ein Abschluss des Korvettenstreits ist deshalb positiv zu werten.

Gute Nachrichten

Die Einigung im Korvettenstreit und eine nahende Fusion mit Tata sorgen für Euphorie bei ThyssenKrupp. Eine neue Attacke auf das Jahreshoch scheint mit dem Schwung der guten Nachrichten möglich. Sollte der Stahlbereich abgespalten werden, steht aber ohnehin eine Neubewertung der Aktie an. Dann sind auch Kurse von über 30 Euro möglich.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: So schaut die Zukunft aus

Der Zeitplan für die Stahlfusion mit Tata musste verschoben werden. Hinter den Kulissen rüstet sich ThyssenKrupp aber bereits für die Zeit ohne das langjährige Herzstück des Konzerns. Vorstandschef Heinrich Hiesinger muss seine Strategie möglichst schnell umsetzen, um den unzufriedenen Großaktionär … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das ist der neue Zeitplan

Ursprünglich wollte ThyssenKrupp die Fusion der Stahlsparte mit Tata Steel bereits Anfang des Jahres abschließen. Doch die Probleme halten an. In den Niederlanden fordern die Arbeitnehmer zahlreiche Zugeständnisse. Das macht weitere Verhandlungen nötig. ThyssenKrupp hat deshalb inzwischen den … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Problem mit Ansage – und jetzt?

Die Fusion der Stahlsparten von ThyssenKrupp und Tata steht nach wie vor auf der Kippe. Inzwischen streiten vor allem die Arbeitnehmer um ihre Rechte. Die niederländische Belegschaft in Ijmuiden fordert Sonderrechte. Das war zu erwarten gewesen – doch wie reagiert ThyssenKrupp nun auf die … mehr