Shop Apotheke Europe
- Michel Doepke - Redakteur

Shop Apotheke Europe: Prognose angepasst – Leser 42 Prozent im Plus

Rückblick: Im Februar verankerte die Union und die SPD im Koalitionsvertrag den Passus, ein Versandverbot von verschreibungspflichtigen Medikamenten durchzusetzen. Die Aktie der Shop Apotheke Europe brach daraufhin 25 Prozent ein. Im Anschluss hat DER AKTIONÄR mit CFO Dr. Ulrich Wandel zu der Thematik gesprochen und geraten, ins fallende Messer zu greifen. Mutige Anleger wurden belohnt. Mittlerweile notiert die Shop-Apotheke-Aktie deutlich über dem Niveau vor dem GroKo-Schock. Denn fundamental läuft es wie geschmiert – und um das potenzielle Versandverbot ist es ruhig geworden.

Prognosen leicht angehoben

Die finalen Halbjahreszahlen bestätigen die vorläufigen Resultate der Shop Apotheke Europe. Im Zuge der Übernahme der nu3 GmbH, einem Spezialisten für funktionale Ernährungsprodukte, passt das Unternehmen die Umsatzprognose leicht an. Im laufenden Jahr rechnet die Shop Apotheke nun mit Erlösen zwischen 540 und 570 Millionen Euro (zuvor 530 bis 560 Millionen Euro). Zudem peilt das Management den Break-even beim Konzern-EBITDA vor Einmalkosten in diesem Jahr an.

Nächster Schritt

Nach der Übernahme steht die Integration der nu3 GmbH im Fokus. Wie CFO Dr. Wandel dem AKTIONÄR mitteilt, solle die zeitnahe Aufnahme von nu3-Produkten in den deutschen und internationalen Webshops erfolgen. Gerade im Ausland sieht die Unternehmensführung viel Potenzial: "Die höchsten Steigerungsraten erwarten wir in den neuen Märkten Frankreich, Italien und Spanien, da dort die Online-Penetration aktuell noch niedrig und das Steigerungspotential entsprechend hoch ist.", so CFO Dr. Wandel.

Rx-Versandverbot in Vergessenheit geraten

In den letzten Wochen gab es überraschend wenig hitzige Diskussion zum potenziellen Versandverbot. Nun könnte Bewegung in die Sache kommen: Wie apotheke adhoc berichtet, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit den Apotheken über seine Pläne reden. "Wir erwarten ein mögliches Update im Herbst.", so Dr. Wandel gegenüber dem AKTIONÄR.

Wird das potenzielle Versandverbot nicht angepackt, sollte die Aktie der Online-Apotheke zügig das Rekordhoch bei 64,81 Euro wieder ansteuern. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand.

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