Shop Apotheke Europe
- Michel Doepke - Volontär

Schock für Shop Apotheke: GroKo für Rx-Versandverbot – Aktie bricht 25% ein

Aus dem Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU geht hervor, dass ein Rx-Versandverbot (Handel von verschreibungspflichtigen Medikamenten) vorgesehen ist. Eine bittere Pille für Versand-Apotheken, die mit diesem Geschäft in Europa ihr Geld verdienen. Anleger reagieren panisch auf das Vorhaben und schicken die Aktien von Shop Apotheke Europe und die Papiere der Zur Rose Gruppe auf Talfahrt.

Im ausgehandelten Koalitionsvertrag heißt es: "Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein." In einer Stellungnahme am gestrigen Abend betont Shop Apotheke Europe, dass gegen das Vorhaben in den vergangenen zwölf Monaten verfassungs- und europarechtliche Bedenken geäußert wurden. Allerdings hindert dies eine mögliche neue Regierung nicht, ein derartiges Verbot durchdrücken zu wollen. Sowohl Shop Apotheke Europe als auch der Schweizer Konkurrent Zur Rose lassen sich den politischen Eingriff in das Geschäftsmodell nicht gefallen und haben "notwendige Schritte" angekündigt, um den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikament aufrechtzuerhalten beziehungsweise weiter anzubieten.

Geschäft brummt

Der Versandhandel sowohl mit rezeptfreien als auch rezeptpflichtigen Medikamenten boomt. Herkömmliche Apotheken leiden unter dem Online-Geschäft. Denn Firmen wie die Shop Apotheke können niedrigere Preise anbieten, als eine Apotheke vor Ort. Dies ist der neuen großen Koalition ein Dorn im Auge. Mithilfe eines Rx-Versansverbotes soll der Online-Handel massiv eingeschränkt werden.

Vorerst abwarten

Die AKTIONÄR-Empfehlung wurde vor einigen Wochen bereits bei 44 Euro mit einem Gewinn von rund 24 Prozent ausgestoppt. Mit dem gestriegen Kursrutsch notieren die Papiere auf dem tiefsten Stand seit Mai 2017. Spekulativ orientierte Anleger sollten sich den Wert wieder auf die Watchlist packen. Denn die Shop Apotheke Europe erzielt einen Großteil des Umsatzes mit rezeptfreien Medikamenten, und das in Mittel- und zum Teil auch Südeuropa. Darüber hinaus haben zuletzt mehrere Insiderkäufe zu Kursen um die 45 Euro stattgefunden.

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