RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE und E.on: Das sagt die UBS zu den Aktien

Die beiden Versorgeraktien E.on und RWE sind seit Monaten in einer trägen Seitwärtsrange gefangen. Zuletzt meldete sich die Schweizer Großbank UBS zu Wort. Ihr Urteil zu den beiden DAX-Titeln gibt wenig Grund zur Hoffnung.

Das Kursziel für die RWE-Aktie hat Analyst Patrick Hummel von 25 auf 24 Euro gesenkt. Die „Neutral“-Einstufung bestätigte er. „Die anstehende Energiereform mit dem Ziel der Verringerung kohleintensiver Kraftwerke dürfte den Versorger besonders stark treffen“, so der Analyst. Dies gelte selbst dann, wenn die Reform in einer abgeschwächten Variante durchgesetzt würde. Auf RWE mit seinen veralteten Braunkohlekraftwerken kämen am Ende sicherlich weitere Schließungen und Restrukturierungskosten zu. Der Konzern dürfte mit einer Dividendenkürzung auf 0,75 Euro je Aktie reagieren.

Positiver ist Hummel für E.on gestimmt. „Bei der geplanten deutschen Energiereform würde der Versorger im Vergleich zum Wettbewerber RWE als Sieger hervorgehen. Die geplante CO2-Steuer würde die Düsseldorfer kaum treffen“, schreibt Hummel in seiner aktuellen Studie. Andererseits dürften die „sauberen“ Kraftwerke des Konzerns von dem voraussichtlichen Strompreisanstieg profitieren, die die Reform durch die Schließung von Kapazitäten nach sich ziehe. Nach der Restrukturierung könnte die „grüne“ E.on ein Übernahmekandidat werden. Den fairen Wert für die E.on-Aktie beziffert er mit 15 Euro – auf dem aktuellen Kursniveau sieht er daher noch Kurspotenzial.

 

Finger weg

DER AKTIONÄR rät Anlegern nachwievor die beiden Versorgeraktien zu meiden. E.on hat zwar bereits Schritte eingeleitet den Konzern umzubauen, der Erfolg ist aber ungewiss. Konkurrent RWE hat noch gar kein Konzept für den Turnaround. 

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Keine Eile bei Innogy – so geht es weiter

Nach wie vor fehlen bei den Versorgern die Impulse nach oben. Langfristig bleiben die Aussichten in der Branche aber gut. Für RWE ist die Situation deutlich besser, als vor der Innogy-Abspaltung erwartet worden war. Der Konzern hat deshalb keine Eile bei den Plänen für die Beteiligung an der … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Im Wandel – so läuft 2018

Trotz der Gewinnwarnung der Tochter Innogy im Dezember blickt RWE insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Der Wandel in der Energiebranche setzt sich unbeirrt fort. Der DAX-Versorger ordnet die Stromerzeugung deshalb neu. Innogy will die Kosten derweil besser in den Griff bekommen. mehr