RWE
- Stefan Sommer - Volontär

RWE-Aktie: Kaufempfehlung von Goldman Sachs

Die Rallye bei den Versorgern geht weiter. Bereits am Donnerstag zählte die Aktie von RWE mit knapp zwei Prozent Plus zu den Top-Werten im DAX. Am Freitag könnte der Wert weiteren Schwung von neuen Analystenkommentaren erhalten.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für RWE nach erreichten Meilensteinen beim Bau von Offshore-Windparks von 36 auf 37 Euro angehoben. Die Einstufung lautet weiterhin "Buy". Die geplante Fertigstellung von zwei Offshore-Windparks in Großbritannien und Deutschland in den Jahren 2014 und 2015 sei eine wichtige Komponente ihrer Gewinnprognosen sowie des erwarteten Rückgangs der Investitionen, schrieb Analystin Deborah Wilkens in einer aktuellen Studie. Die Expertin berücksichtigt jetzt den vollen Wert des Projekts in Großbritannien und 70 Prozent des deutschen Projekts in ihrem Kursziel.

Wichtigste Treiber für die Aktien des Versorgers sind Wilkens zufolge höhere Strom-Terminpreise und mehr Klarheit hinsichtlich der Pläne der Bundesregierung, einen Kapazitätsmarkt für Kraftwerke einzuführen. Dabei sollen die Unternehmen nicht nur für die erzeugte Leistung Geld erhalten, sondern auch für die Betriebsbereitschaft der Kraftwerke. Zusätzlich antreiben könnte eine für die Unternehmen positive Entwicklung bei den Klagen im Zusammenhang mit der Brennelementesteuer.

Nicht nur Positives

Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für RWE von 25 auf 27 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. In den Aktien des Versorgers habe es zuletzt einige Rallys gegeben - getrieben von aus seiner Sicht falschem Optimismus, schrieb Analyst Andrew Steele in einer Studie vom Freitag. Er hält die Aussichten aber weiter für schwach.

RWE; Chart

DER AKTIONÄR ist zuversichtlich, dass die negative Stimmung im Energiesektor nun langsam weicht. In Europa zählen die Versorgerwerte bereits zu den Top-Performern, dabei könnten die deutschen Werte nun eine Nachzüglerrolle einnehmen. Favorit bleibt, aufgrund der besseren Positionierung für die Energiewende, aber E.on.

(Mit Material von dpa-AFX)

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