RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: Commerzbank erhöht Kursziel

Die Aktie des Energieversorgers RWE hat in dieser Woche von der Ankündigung des Milliarden-Verkaufs der Öl- und Gasfördertochter Dea profitiert. Am Donnerstag erhöht die Commerzbank dementsprechend das Kursziel von 21 auf 23 Euro. Die Verkaufsempfehlung wurde jedoch bestätigt. Im schwachen Marktumfeld gerät der DAX-Titel nach der Erholung derweil erneut unter Druck.

RWE steht derzeit auch wegen der Auswahl des Dea-Käufers unter öffentlichem Druck. Die Tochterfirma wird an ein Unternehmen des russischen Oligarchen Michail Fridmann verkauft. Aufgrund der anhaltenden politischen Probleme im Rahmen der Krim-Krise erntete die Konzernführung um Vorstandschef Peter Terium massive Kritik für die Pläne. „Das ist eine unternehmerische Entscheidung“, verteidigte Terium den Verkauf in der Welt. Der Käufer habe nicht nur den besten Preis bezahlt, sondern auch die beste Perspektive für die Tochter geboten. Zudem sei die Sicherheit der Mitarbeiter bezüglich einer Weiterbeschäftigung so am größten.

Skepsis angebracht

Der Verkauf von Dea ist positiv für die RWE-Aktie. Da dieser jedoch schon erwartet worden war und auch der Kaufpreis keine Überraschungen bot, gibt es keinen Grund für übermäßige Jubelstürme. Langfristig sind die Aussichten des Versorger-Konzerns nach wie vor durchwachsen. Die Aktie ist für den AKTIONÄR deshalb weiterhin kein Investment wert.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE und E.on: Jetzt droht Ärger

Der Megadeal zwischen E.on und RWE zur Aufteilung der RWE-Tochter Innogy galt eigentlich als beschlossene Sache. Doch nun kommt Unruhe in die Neuordnung der deutschen Energiebranche. Angeblich will die australische Investmentbank Macquarie das Innogy-Geschäft in Tschechien kaufen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Ein klares Dementi

Die deutsche Energiewelt wandelt sich. Am Donnerstag hat der Chef des Versorgers Steag angekündigt, dass nach dem Innogy-Deal zwischen E.on und RWE weitere Transaktionen anstehen dürften. Auch die Steag selbst könnte dabei in den Fokus rücken. RWE dementiert nun aber Gespräche. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das war erst der Anfang

Nach der Zerschlagung von Innogy bekommt die deutsche Energiebranche ein neues Gesicht. Für E.on und RWE als treibende Kräfte des Wandels dürfte sich der Deal auszahlen. Die Wettbewerber müssen nun reagieren. Der Versorger Steag rechnet damit, dass weitere Transaktionen folgen werden. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Darum klappt der Megadeal

An der Börse kam der Deal zwischen E.on und RWE und die Aufteilung der RWE-Tochter Innogy gut an. Bei den Verbrauchern und Konkurrenten herrscht dagegen die Sorge, dass Megakonzerne mit großer Marktmacht entstehen. Der Wettbewerb im Strommarkt soll dadurch gefährdet sein, was zu höheren … mehr