RWE
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

RWE-Aktie: DEA-Verkauf spült Milliarden in die Kassen

Der Energieversorger RWE trennt sich von seiner Öl- und Gasfördertochter Dea. Die Ertragsperle im Konzern wird für rund 5,1 Milliarden Euro an LetterOne verkauft, hinter der sich der russische Investor Alpha um den Oligarchen Michail Fridman verbirgt. Die Meldung verleiht der DAX-Aktie am Montag einen ordentlichen Schub - und der ist dringend nötig.

Hoch profitables Geschäft

Wie es in der Pressemitteilung heißt, beinhaltet der Kaufpreis rund 0,6 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten. RWE-Chef Peter Terium begrüßte die Auswahl des Käufers: "Deren Pläne, RWE Dea als Plattform für die künftigen Öl- und Gasaktivitäten der Gruppe auszubauen, stärkt die Rolle von Dea als zuverlässiger deutscher Öl- und Gasproduzent mit stärkeren internationalen Wachstumsaussichten als bisher."

Die RWE Dea war für den Konzern seit der Übernahme von der Texaco 1988 ein hoch profitables Unternehmen.

Für RWE geht es im frühen Geschäft kräftig nach oben. Die Aktie verteuert sich um 2,2 Prozent auf 29,20 Euro, nachdem sie am Freitag bei 28,48 Euro aus dem Handel gegangen war.

RWE hatte vor knapp zwei Wochen für 2014 ein "nachhaltiges Ergebnis" von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. In dieser Prognose war der Verkauf von DEA jedoch nicht enthalten.

Am Markt wird nun über eine mögliche Anhebung der Prognose spekuliert.

RWE Chart 1 Jahr

Mit dem Anstieg vom Montag entschärft sich die charttechnische Situation bei RWE. Zuletzt war der DAX-Titel wieder stramm in Richtung der unteren Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals gelaufen. Ein in dem aktuell schwachen Marktumfeld Break hätte wohl deutlichere Verluste nach sich gezogen.

So aber stehen die Vorzeichen nicht schlecht, dass die RWE-Aktie den Aufwärtstrend weiter fortsetzt.

Fazit: Der Verkauf von Dea ist zweifelsohne positiv für RWE, war jedoch schon länger erwartet worden. Der Verkaufspreis ist ebenfalls keine Überraschung. DER AKTIONÄR bleibt skeptisch, was die langfristigen Aussichten des Konzerns betrifft. Die Aktie drängt sich weiterhin nicht auf.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

RWE: Details zum Börsengang von Innogy bekannt

RWE treibt den Börsengang seiner neuen Tochter Innogy weiter voran. Gestern legte der Versorger die Preisspanne für die Aktien auf 32 bis 36 Euro je Stück fest. Die Innogy-Titel sollen in Deutschland und Luxemburg angeboten werden. Das Gesamtvolumen der Platzierung liegt bei bis zu fünf Milliarden … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE-Aktie: Das nächste große Ding

Nach dem Börsengang der E.on-Tochter Uniper treibt auch der Wettbewerber RWE seine Pläne voran. Noch in diesem Jahr will der Versorger seine neue Tochter Innogy ebenfalls an die Börse bringen. Am Montag hat der DAX-Konzern seine Pläne offiziell gemacht. Die Aktie zeigt sich davon zunächst … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

RWE: Es bleibt richtig schwierig

Keine erfreuliche Meldung für die Anteilseigner des Energieversorgers RWE: Ein Einbruch im Energie-Handelsgeschäft hat dem DAX-Konzern das Halbjahresergebnis verdorben. Das betriebliche Ergebnis sackte um sieben Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro ab. Das war schwächer als die Marktteilnehmer … mehr