RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: 20 Prozent zu teuer

Seit September 2013 ist die RWE-Aktie konstant nach oben marschiert. Der Energieversorger lieferte seinen Anlegern nach schwachen Jahren damit endlich Grund zur Freude. Für die US-Bank Citigroup ist der aktuelle Aufschwung aber überzogen. Den fairen Wert sieht Analystin Sofia Savvantidou rund 20 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau.

Die Expertin hat die Einstufung für RWE auf „Sell“ mit einem Kursziel von 24,80 Euro belassen. Das zweite Quartal des Versorgers dürfte ereignisarm verlaufen sein. Größere Neuigkeiten seien wohl nicht zu erwarten, wenn der DAX-Konzern am 14. August seine Geschäftszahlen präsentiert.

Chartbild stimmt

Aus charttechnischer Sicht ist die Lage bei RWE nach wie vor gut. Die wichtige Unterstützung beim ehemaligen Bewegungshoch bei rund 30,70 Euro hat gehalten und das Jahreshoch ist nach wie vor in greifbarer Nähe.

Mit einem KGV von 14 ist die Aktie zudem nicht zu teuer bewertet. Dennoch zeigt sich die Mehrzahl der Analysten weiterhin skeptisch für die RWE-Papiere gestimmt. Während nur acht Experten zum Kauf des Titels raten, stehen 15 Verkaufsempfehlungen zu Buche.

Stromwende

Deutschland größte Stromversorger sind inzwischen wieder in den Fokus der Anleger gerückt. Die schwache Performance der letzten Jahre ist Vergangenheit. Die weitere Kursentwicklung ist zudem vielversprechend. RWE steht dabei allerdings weiter im Schatten des großen Rivalen E.on. Dieser ist vor allem bei der Energiewende deutlich stärker positioniert als RWE. Das Kursziel für E.on lautet 19 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE gegen Uniper: Ein erbitterter Kampf

Seit der Abspaltung von E.on ist Uniper der größte Rivale von RWE. Beide Konzerne fokussieren sich auf die konventionellen Kraftwerke und wollen damit trotz Energiewende bestehen. Aber nicht nur operativ konkurrieren sie, auch vor Gericht gibt es einen erbitterten Streit. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE ist wieder da: Diese Zahlen machen Mut

Nach den deutlichen Verlusten im vergangenen Jahr ist RWE im ersten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Konzernchef Rolf Martin Schmitz blickt zudem auf ein für RWE erfreuliches Ergebnis bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zurück. Die Aktie reagierte im frühen Handel mit … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Lösung wäre so einfach…

RWE setzt den Fokus auf konventionelle Kraftwerke. Der Versorger hat aber nach wie vor mit den Folgen der Energiewende zu kämpfen. Wegen der gesunkenen Strompreise lohnt sich das Betreiben von Kohle- und Gaskraftwerken kaum noch. Konzernchef Rolf Martin Schmitz fordert deshalb vehement einen … mehr