RWE
- Markus Horntrich - Chefredakteur

RWE: Weniger Wind, mehr Atom und Kohle

RWE investiert weniger in erneuerbare Energien. Aufgrund von Sparmaßnahmen kürzt Vorstandschef Peter Terium das Budget der wachstumsstarken Tochter RWE Innogy. Gleichzeitig brechen die Gewinne im klassischen Geschäft weg. Ein Dilemma.

Schuldenabbau hat Vorrang

Wer viel Schulden hat, der muss sparen. Der Versorger RWE ist daher in einer Zwickmühle. Im klassischen Geschäft mit konventionellen Kraftwerken brechen RWE die Gewinne weg, der Aufbau neuer Geschäftsfelder wird künftig langsamer von statten gehen, weil die Essener Schulden abbauen müssen. Letzteres trifft nun die Zukunftstochter RWE Innogy. Presseberichten zufolge soll das Budget der auf erneuerbare Energien fokussierten Tochter drastisch zusammengestrichen werden. Pro Jahr sollen nur noch 300 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Erwartet war lediglich eine Halbierung der Investitionen von einer Milliarde auf rund 500 Millionen Euro im laufenden und nächsten Jahr.

RWE Innogy verfügt über rund 2 800 Megawatt an Kapazitäten im Bereich der Windenergie. Mit grünem Strom verdiente die Zukunftstochter im dritten Quartal operativ 113 Millionen Euro bei einem Umsatz voon 654 Millionen Euro.

E.on mit Vorteilen

Die Bedeutung bei mehr als 50 Milliarden Jahresumsatz ist zwar gering, doch die Fokussierung auf konventionelle Stromerzeugung macht keinen zukunftsfähigen Eindruck. Anleger sollten bei den Versorgern weiterhin E.on gegenüber RWE bevorzugen, da E.on bei den erneuerbaren wesentlich weiter ist. Kurzfristig bietet RWE  aufgrund der jüngsten Erfolge vor Gericht und des dynamischen Anstiegs gute Tradingchancen. Daher befindet sich auch ein Turbo-Optionsschein im Real-Depot des AKTIONÄR.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Es gibt keinen Plan B

Im freundlichen Marktumfeld kann RWE am Dienstag die starke Performance der letzten Tage nicht bestätigen. Trotz des Ökostrom-Booms will der Versorger auch in Zukunft weiter auf Kohle- und Gaskraftwerke setzen. Laut Vorstandschef Rolf Martin Schmitz ist dies in den nächsten Jahren alternativlos. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Diese Szenarien sind möglich

Am Freitag zählen die Versorger erneut zu den stärksten Werten auf dem Kurszettel. Trotz der Milliardenverluste im vergangenen Jahr setzt auch die RWE-Aktie ihre Aufholjagd fort. Seit dem Zwischentief im Dezember hat der DAX-Titel gut 35 Prozent an Wert gewonnen. Offen bleibt, wie die Zukunft des … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das klingt besser – bleibt Innogy an Bord?

Die Versorger zählen am Dienstag zu den stärksten Werten an der deutschen Börse. Im DAX führt RWE die Gewinnerliste an. Der Konzern stellt nach dem höchsten Verlust der Geschichte Besserung in Aussicht. Zudem profitiert die Aktie von Übernahmegerüchten um die Tochter Innogy. Hierzu gab es am Morgen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Trendwende bei RWE: Kommunen sagen "Ja"

Die erneute Streichung der Dividende von RWE kam bei den Anlegern zuletzt nicht gut an. Vor allem die kommunalen Aktionäre hatten nicht damit gerechnet, dass die Ausschüttung beim ehemaligen Dividendenriesen zum zweiten Mal in Folge ausfällt. Inzwischen haben sich die NRW-Gemeinden aber mit den … mehr