RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE: Übernahme abgeblasen

Deutschlands größter Braunkohleförderer RWE will die Braunkohleanlagen des Konkurrenten Vattenfall in der Lausitz nicht übernehmen. Es gebe keine diesbezüglichen Pläne, sagte eine RWE-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Der Essener Konzern hatte derartige Gedankenspiele schon mehrfach deutlich dementiert. Zuletzt  hatte Vattenfall angekündigt, eine neue Eigentümerstruktur seiner Braunkohlesparte in der Lausitz zu prüfen. Im zweitgrößten Braunkohlerevier Deutschlands in Ostdeutschland arbeiten etwa 8000 Menschen. Schwedens neue rot-grüne Regierung will mit ihrem Staatskonzern Vattenfall stärker auf erneuerbare Energien setzen und sieht die Zukunft offensichtlich nicht in der Braunkohle. 

Hoch verschuldet

RWE ist mit weit über 30 Milliarden Euro hoch verschuldet und kaum in der Lage zu einer großen Übernahme. Investitionen hat das Unternehmen stark zurückgefahren. Die noch vorhandenen Mittel sollen fast ausschließlich in erneuerbare Energien fließen, hatte dasUnternehmen mehrfach mitgeteilt. 

Mit Gegenbewegung

Die beiden Versorgerwerte RWE und E.on zeigten sich zuletzt von ihrer starken Seite. Nachhaltiges Aufwärtspotenzial sieht DER AKTIONÄR jedoch nur für die E-on-Aktie. Der Konzern arbeitet profitabel und ist für die Energiewende besser aufgestellt als RWE. E.on bleibt ein Kauf, der Stopp sollte bei 11,50 Euro belassen werden.

(mit Material von dpa-AFX)

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das steckt hinter den Uniper-Gerüchten

Die Versorgerbranche befindet sich nach wie vor im Wandel. Die Energiewende läuft auf Hochtouren und der europäische Markt steht vor einer Konsolidierung. Die Uniper-Übernahme durch Fortum ist der erste Schritt. Direkt betroffen ist davon auch RWE. Zukäufe könnten Sinn machen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Zerschlagung von Uniper – RWE steht bereit

Nach wie vor wehrt sich Uniper gegen den Einstieg des finnischen Wettbewerbers Fortum. Da die Mutter E.on ihren Anteil aber verkaufen wird, ist der Widerstand von Vorstandschef Klaus Schäfer ein Kampf gegen Windmühlen. Es ist deshalb Zeit, sich damit zu befassen, wie es künftig weitergeht. Hier … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Es brodelt wieder…

Seit Monaten schwelen in der Versorgerbranche Gerüchte um eine Konsolidierung. Vor allem die deutschen Konzerne stehen dabei im Mittelpunkt. Am Donnerstag war erneut die RWE-Tochter Innogy das Ziel der Spekulationen. Ein Verkauf ist zwar unwahrscheinlich, die Aktien haben dennoch deutlich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das drückt auf die Stimmung

Die RWE-Aktie hat sich zuletzt stark entwickelt und ein neues Jahreshoch bei 21,18 Euro erreicht. Am Montag zählt der Versorger im schwachen Marktumfeld allerdings zu den grtößten Verlierern im DAX. Die Ursache: Die Privatbank Berenberg hat ihre Kaufempfehlung gestrichen. mehr