Nel ASA
- Jonas Lerch

Nach Daimler weitere Wasserstoff-Offensive: Nel und Co. profitieren

Der Vormarsch der Brennstoffzelle macht auch vor schwerem Gerät nicht halt. Ein Lebensmittelhändler setzt jetzt auf die neue Antriebsform. Die weltweite Wasserstoffmobilität nimmt Fahrt auf.

Bislang wurde die Brennstoffzellen-Technologie vor allem mit dem PKW in Verbindung gebracht. Doch langsam folgen Nutzfahrzeuge, die Langstrecken-Logistik rüstet um. Das Schwerlastfahrzeug des Lebensmittel-Großhändlers COOP wiegt 35 Tonnen, doch dank der 100kW starken Brennstoffzelle sind 400 Kilometer Reichweite kein Problem. Auch die Tankzeit überrascht: Nach zehn Minuten an der Raststätte geht es weiter. Saubere Leistung! Bei den Reichweiten halten die Elektroautobauer mit, von den kurzen Tank- bzw. Ladezeiten können sie nur träumen.

Auch im öffentlichen Nahverkehr tut sich was: Brennstoffzellen-Busse sind im Gespräch.

Enormes Potenzial

Zukünftig bleibt COOP kein Einzelfall. Daimler eröffnet ab 2022 die Brennstoffzellen-Offensive – und zwar bei allen Fahrzeugtypen. Die Konkurrenten Hyundai und Toyota setzen bereits jetzt auf diese Antriebsform und bieten Serienmodelle an. Auch BMW werkelt am Wasserstoff-Auto. Freilich steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen (flächendeckende Infrastruktur, Massenfertigung, Kostenfaktor), doch die ersten Namhaften Player sind an Board.

Es winkt ein potenzieller Milliarden-Markt. Nel und Ballard Power dürften davon am meisten profitieren. Denn egal ob Busse, Trucks oder PKW, sie alle benötigen die Brennstoffzelle. Ballard Power fertigt diese. Nel sorgt mit dem Bau von passenden Tankstationen für die Infrastruktur.

Für den AKTIONÄR sind beide Titel bei Kursschwäche ein spekulativer Kauf.

 

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