K+S
- Michael Schröder - Redakteur

Mögliche Erholung der Kalipreise: K+S-Aktie vor Zwischenspurt bis 26 Euro

Positive Analystenstimmen und weitere Indikationen für eine Erholung der Kalipreise sorgen bei der K+S-Aktie für Impulse. Nach dem Gewinneinbruch im Vorjahr und der deutlich gekappten Dividende dürften im laufenden Jahr wieder positive Nachrichten dominieren.

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass K+S nach einem Gewinneinbruch 2013 zurückhaltend für das laufende Jahr bleibt. Aufgrund der spürbar niedrigeren Durchschnittspreise bei Kali- und Magnesium erwartet der Vorstand das operative Ergebnis 2014 deutlich unter dem Vorjahr. Zuvor hatte der Konzern mit den Eckdaten bereits seine Dividende gekappt.

Zur Erinnerung: Am Kalimarkt war es Ende Juli 2013 zu Turbulenzen gekommen, ausgelöst durch den Ausstieg von Uralkali aus einer Vertriebsallianz. Das hatte die Preise unter Druck gebracht. Für die weitere Kursentwicklung der K+S-Aktie sind insbesondere die Entwicklung des Kalipreises und die Kosten bei K+S entscheidend. Letzteres ist wichtig, weil K+S branchenweit die höchsten Kosten hat. 500 Millionen Euro will der Konzern bis 2016 einsparen. Gepaart mit perspektivisch steigenden Kalipreisen – insbesondere wenn das Exportkartell zwischen Uralkali und Belaruskali neu installiert wird – könnte das wieder deutlich steigende Gewinne zur Folge haben. Mittlerweile setzen immer mehr Marktteilnehmer auf eine erneute Trendwende – beim Kalipreis und beim dem DAX-Konzern.

Das Analysehaus Warburg Research hat K+S von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 22 auf 26 Euro angehoben. Die Ergebnisse zum vierten Quartal seien etwas besser ausgefallen als gedacht, so Analyst Oliver Schwarz. Kali- und Magnesiumprodukte hätten operativ klar besser abgeschnitten als von ihm und dem Markt erwartet. Er sehe zudem eine 50-prozentige Chance, dass die ehemaligen Vertriebspartner Uralkali und Belaruskali ihren Streit beenden und zur Preis-vor-Mengen-Strategie zurückkehrten.

DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls weiterhin optimistisch für K+S gestimmt. Wenn sich nach der Stabilisierung der Kalipreise eine Erholung andeutet, dürften weitere Analysten mit positiven Stimmen nachziehen. Das erste Ziel bleibt weiter 26 Euro. Ein Stopp bei 20 Euro dient als Absicherung.

 (Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S mit roten Zahlen – was nun?

K+S hat auch im dritten Quartal unter Produktionsproblemen und dem anhaltenden Preisdruck im Kali-Geschäft gelitten und rote Zahlen geschrieben. Von Juli bis September ging der Umsatz im Jahresvergleich um 22,9 Prozent auf 687,6 Millionen Euro zurück. Sowohl das Salz- als auch das Kaligeschäft … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Morgen wird es spannend

Morgen ist es soweit: K+S legt die Zahlen vor. Niedrigere Kali-Preise, Produktionsprobleme in Deutschland, Verzögerungen beim Start einer neuen Mine in Kanada und ein schwaches Salzgeschäft - die Liste der Belastungsfaktoren ist lang. Analysten rechnen für das dritte Quartal mit einem scharfen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Ein düsterer Ausblick

Es lief zuletzt wieder rund für die zuvor monatelang gebeutelte Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S. Der MDAX-Titel konnte sich wieder deutlich von dem Ende September markierten Tief bei 15,89 Euro entfernen. Dadurch hatte sich das Chartbild auch wieder klar aufgehellt. Doch am Freitag … mehr