K+S
- Markus Bußler - Redakteur

K+S nach den Zahlen: Aktie fährt Achterbahn

Der Düngemittel- und Salzproduzenten K+S kürzt die Dividende wegen der Unsicherheiten am Kalimarkt und hoher Investitionen überraschend deutlich. Für 2013 solle eine Dividende von 0,25 (1,40) Euro je Aktie ausgeschüttet werden, teilte der DAX-Konzern mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich eine Halbierung erwartet.

Der Kali-Preisrutsch nach der Auflösung eines Exportbündnisses in Russland im Sommer hatte auch die Kasseler voll erwischt. Nach dem dritten Quartal hatte K+S bereits eine Abweichung von der üblichen Dividendenpolitik signalisiert. Grund sind auch hohe Investitionen in ein neues Kaliwerk in Kanada. K+S beabsichtige, „baldmöglichst“ zur grundsätzlichen Dividendenpolitik zurückzukehren. Generell wurden in der Vergangenheit 40 bis 50 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern ausgeschüttet.

Die Aktie hat kurz positiv auf die Nachricht reagiert, dass der Umsatz für das abgelaufene Jahr auf dem Niveau des Vorjahres gewesen ist. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatzrückgang gerechnet. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine deutliche Zurückhaltung auf dem Kalimarkt – weltweit. Doch die Aktie ist im Anschluss wieder zurückgefallen. Dennoch hält DER AKTIONÄR an seiner positiven Einschätzung fest. Die Talsohle dürfte durchschritten sein. Im laufenden Jahr sollte sich der Kalipreis erholen. Die Umsätze bei K+S dürften damit wieder steigen – und damit auch die Gewinne.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr