Deutsche Bank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Für Deutsche Bank und Commerzbank: Kein Rückenwind von Goldman Sachs

Am Donnerstag legte die Rallye der Bankaktien eine Pause ein. Die Papiere von Goldman Sachs und der Citigroup verlieren nach der Vorlage ihre Ergebnisse zwischen zwei und vier Prozent.

Politische Unsicherheiten haben die großen US-Banken im vergangenen Jahr belastet. Vor allem das Geschäft mit Anleihen litt. Letztlich konnten Goldman Sachs und die Citigroup am Donnerstag dennoch einen höheren Gewinn vermelden.

Ein florierendes Geschäft mit Börsengängen wie dem von Twitter hat Goldman Sachs durch das schwierige Jahr gebracht. Rund 3,25 Prozent des Emissionsvolumens in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar hatten die involvierten Banken erhalten. Mit 39 Prozent war davon das größte Stück des Kuchens bei Goldman Sachs gelandet. Dank der sprudelnden Gebühren konnte die Investmentbank ihren Gewinn um 6 Prozent auf unterm Strich 7,7 Milliarden Dollar (5,7 Mrd Euro) steigern, wie sie in New York mitteilte.

Die Bank ist führend bei der Vorbereitung von Börsengängen und Kapitalerhöhungen. Im Schlussquartal, als auch Twitter aufs Parkett gestrebt war, warf dieser Zweig soviel Geld ab wie noch nie. Zudem liefen das Kreditgeschäft und die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden besser.

Dagegen musste Goldman Sachs genauso wie die Citigroup im Geschäft mit Anleihen Federn lassen. Dies war vor allem dem Haushaltsstreit in den USA sowie der Ungewissheit über den künftigen geldpolitischen Kurs der Notenbank Fed geschuldet. Anleger hielten sich deswegen in der zweiten Jahreshälfte zurück.

"Wir haben das Jahr nicht so stark beendet haben wie wir uns das gewünscht hätten", erklärte Citigroup-Chef Michael Corbat. Zusätzlich zu den Anleihen lief hier auch das Kreditgeschäft schleppend.

Deutsche Bank: Andere Vorzeichen

Während die Commerzbank nur am Rande mit den großen US-Investmentbanken vergleichbar ist, ist die Deutsche Bank zu großen Teilen in den gleichen Geschäftsbereichen aktiv. Die Deutsche Bank legt ihre Geschäftsergebnisse am 29. Januar vor. Eine Enttäuschung am Tag der Bekanntgabe wie bei den US-Investmentbanken ist aus Sicht des AKTIONÄR jedoch nicht ableitbar – zumal die Erwartungen hinsichtlich der Ergebnisse bei Goldman höher waren als bei der Deutschen Bank – die Nachzügleraktie kommt gerade erst nach einer längeren Seitwärtsbewegung in Schwung.

Mit Material von dpa-AFX.

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