E.on
- Stefan Sommer - Volontär

Versorger-Aktie: E.on und RWE auf der Überholspur

Die Versorgerwerte sind gefragt wie nie. Nach einer mehrjährigen Durststrecke starteten E.on und RWE in den vergangenen Wochen durch. Beide konnten mit der guten Performance neue Jahreshochpunkte markieren. Nun haben auch Analysten die Werte erneut unter die Lupe genommen.

Die australische Investmentbank Macquarie hat E.on mit "Neutral" und RWE mit "Outperform" und einem Kursziel von 16 und 37 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Marktstimmung für die Aktien der deutschen Versorger sei zu negativ, denn selbst auf Grundlage der aktuellen Strompreise wiesen die Ergebnisprognosen der Analysten kaum Abwärtsrisiken auf, schrieb Analyst Peter Crampton in einer Branchenstudie vom Freitag. Der Experte sieht mehr positive als negative Kurstreiber für beide Werte, zieht aber die RWE-Aktie vor, weil RWE stärker als E.on von einer Reform des deutschen Strommarktes profitieren würde.

Zu den positiven Faktoren zählt der Experte steigende heimische Strompreise im zweiten Halbjahr und die Einführung eines Elektrizitätskapazitäten-Marktes in Deutschland - also eines Marktes, in dem die Energiekonzerne für die Bereitstellung von Strommengen bezahlt werden. Zudem setzt Crampton auf eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Auch die Abschaffung der Brennelemente-Steuer und die Nachrichten um eine mögliche deutsche Atomstiftung zum Rückbau der deutschen Atomkraftwerke seien gut für die Branche.

Das Chartbild hat sich bei RWE zuletzt mit dem Ausbruch über die 31-Euro-Marke deutlich aufgehellt. Damit dürfte der Wert wieder Fahrt aufnehmen. Luft hat die Aktie bis in den Bereich von 34,50 Euro.

RWE; Chart

Auch bei E.on sieht es wieder deutlich besser aus. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 14,50 Euro hat der Wert seinen seit Oktober 2013 verlaufenden Seitwärtstrend verlassen.

E.on;Chart

E.on bleibt ein Kauf

Zurzeit bieten beide Werte durchaus weiteres Kurspotenzial. Die negative Stimmung im Energiesektor dürfte nun langsam weichen. In Europa zählen die Versorgerwerte bereits zu den Top-Performern, dabei könnten die beiden DAX-Werte nun eine Nachzüglerrolle einnehmen. DER AKTIONÄR favorisiert dabei E.on. Der Konzern ist besser für die Energiewende positioniert und bietet langfristig die Besseren Chancen. Das Kursziel lautet nach wie vor 17 Euro. Investierte Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp bei 12,80 Euro ab.

DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot mit Hebel auf steigende Kurse bei dem DAX-Schwergewicht.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 

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