I:FAO
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Dividenden-Schnäppchen I:FAO vor Übernahme!

Nur die Besten sterben jung. Droht das Dividenden-Schnäppchen I:FAO vom Kurszettel zu verschwinden? Großaktionär Louis Arnitz hatte in den letzten Jahren gegenüber dem AKTIONÄR bereits durchblicken lassen: Ein Verkauf ist nicht ausgeschlossen, der Preis muss aber stimmen. Um 50 Prozent hat der Aktienkurs in einem Jahr bereits zugelegt – jetzt kommt ein Übernahmeangebot der Amadeus Corporate Business AG zu 15 Euro pro Aktie. Per Stimmrechtsmitteilung hat der neue Hauptaktionär gemeldet, bereits 68,50 Prozent der Anteile zu kontrollieren.

Louis Arnitz hat in den letzten Jahren eine hochprofitable und erfolgreiche Firma aufgebaut – nun ist er offenbar schwach geworden. Gegenüber dem AKTIONÄR gibt sich der bisherige 45-Prozent-Aktionär aber noch zugeknöpft: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (09.04.2014) liegt uns die Angebotsvorlage noch nicht vor. Auf diese wird es eine Stellungnahme der Verwaltung der Gesellschaft geben.“

Amadeus macht ein Schnäppchen

Doch Amadeus lässt sich in einem Interview mit einem Branchenportal bereits für die Übernahme des Spezialisten für Geschäftsreise-Buchungen feiern. „Die Transaktion bietet uns signifikante Wachstumsmöglichkeiten im Geschäftsreise-IT-Bereich“, so Holger Taubmann, von Amadeus. Er sieht noch großes Potenzial. Unternehmen seien für etwa 45 Prozent aller weltweit durchgeführten Reisen verantwortlich.

Deutsche Firmen geben jährlich 45 Milliarden Euro dafür aus, ihre Mitarbeiter um die Welt zu schicken. Doch erst ein Drittel der Unternehmen nutzt dabei intelligente Software, um günstiger zu buchen. (siehe auch: Tipp des Tages „Sex ist die Ausnahme“)

Top-Rendite

DER AKTIONÄR hatte darauf spekuliert, dass „die Reise von i:FAO eines Tages doch noch in den Armen eines Großkonzerns endet“. Dennoch blickt der AKTIONÄR mit einem lachenden und weinenden Auge auf den sich abzeichnenden Deal. Einerseits hat sich die AKTIONÄR-Altempfehlung und in Aktienreports besprochene Aktie in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Andererseits war die Erfolgsstory der Aktie noch nicht zu Ende erzählt. Diese Aussage behält angesichts einer Dividendenrendite von starken fünf Prozent ihre Gültigkeit: Mehr Verzinsung bei einem gleichzeitig so niedrigen Risiko - die Bilanz ist sattelfest und das Geschäftsmodell extrem krisenresistent - ist schwer zu finden.

Noch ist die Aktie notiert und nicht von der Börse genommen. Der über die 16-Euro-Marke steigende Aktienkurs spiegelt die Meinung einiger Privatanleger wider: Zu einem Preis von 15 Euro wird nicht verkauft.

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