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Daimler, BMW und Volkswagen: "Jetzt geht es ums Überleben"

Daimler und BMW paktieren beim Thema Autonomes Fahren. Volkswagen sucht die Nähe zu Ford. Kurzum: In der Automobilbranche ist jede Menge los. Dass all diese Vorhaben auch fruchten müssen, steht außer Frage. Immerhin geht es für die gesamte Industrie jetzt um nichts geringeres als das nackte Überleben. "Jetzt ist die Zeit der Kooperationen", sagt denn auch ein anerkannter Branchenexperte.

Der Trend ist unverkennbar: Die deutsche Automobilindustrie rückt näher zusammen, will gemeinsam ungewohnten Herausforderern wie Baidu, Google & Co entgegentreten, ihnen die Stirn bieten, damit die Zukunft sichern. (Lesen Sie hierzu auch die Einschätzung von AKTIONÄR-Chefredakteur Markus Horntrich: „BMW + Daimler: Gemeinsam gegen Tesla, Google, Baidu und Co – wird das was?)

Heute gaben Daimler und BMW bekannt, beim Thema Autonomes Fahren zusammenzuarbeiten. Für den Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer kann das nur ein erster Schritt sein, wie er jetzt der Nachrichtenagentur dpa sagte. VW-Chef Herbert Diess "wird den Vorsprung von Google nicht allein aufholen können", sagte Dudenhöffer. "Deshalb ist jetzt die Zeit der Kooperationen." Das sei für die deutsche Autoindustrie – Achtung – eine Überlebensfrage.

Der Softwarekonzern Google sei beim Autonomen Fahren Lichtjahre voraus, die Statistik der US-Behörden über die Fahrleistung selbstfahrender Autos ohne menschlichen Eingriff beweise das. Nur Google beherrsche schon Level 5, also komplett computergesteuertes Fahren ohne Lenkrad, Pedale und menschlichen Fahrer. Für VW seien die Konkurrenten auf diesem Feld "nicht BMW und Mercedes, sondern Uber und Google", sagte der Wirtschaftsprofessor. Wenn sich die Autobauer und Zulieferer zusammentäten, hätten sie eine Chance.

Daimler-Chef Zetsche habe zu recht die Gefahren beschworen, wenn sein Unternehmen nicht schneller werde, sagte Dudenhöffer. Auch die Kartellbehörden sollten eine solche Zusammenarbeit auf einem bestimmten Feld angesichts der Konkurrenz mit chinesischen, amerikanischen und japanischen Konzernen global sehen. Dass Deutschland beim Aufbau des fürs Autonome Fahren notwendigen schnellen 5G-Mobilfunknetzes nicht in die Gänge komme, sei für die deutsche Autoindustrie nicht entscheidend: "Schlüsselregionen wie China und Kalifornien prägen das Thema."

Mit Material von dpa-AFX

Lesen Sie auch die aktuelle Einschätzung von AKTIONÄR-Chefredakteur Markus Horntrich zu Daimler und BMW: „BMW + Daimler: Gemeinsam gegen Tesla, Google, Baidu und Co – wird das was?

Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de)

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  • Andreas Stenke -
    Beispiele wie Nokia und Blackberry zeigen, dass es schon ums nackte Überleben gehen kann. Und was die Erfahrung z.B. in Sachen Fahrwerk angeht: Meiner Ansicht nach sind die ersten 140 Jahre heute komplett nutzlos, wer 10 Jahre Erfahrung hat (auch die kann man übrigens kaufen), ist am Start.
  • Dennis Pagel -
    Das nackte Überleben ist schon sehr reißerisch oder nicht? Wenn, vor allem BMW und Daimler, eins können, dann ist es Autos bauen. Es ist ja nun nicht so, dass 150 Jahre KnowHow im Bereich Fahrkwerk usw. plötzlich wertlos werden, bloss weil der Antrieb sich ändert... Google und Co sollen erstmal kommen, dann wird man sehen, wie groß die Gefahr von dort wirklich ist...

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| Jochen Kauper | 0 Kommentare

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