BYD
- Jochen Kauper - Redakteur

BYD: Aktie im Rückwärtsgang - langfristig bleibt das Papier aussichtsreich!

Die Konjunktur in China schwächelt: Die Exporte gehen in die Knie und die Autoverkäufe im Inland legen den Rückwärtsgang ein. Die BYD-Aktie konnte sich dem schwachen Marktumfeld nicht entziehen. Der Kurs fiel in den letzten Tagen von 5,75 Euro auf 5,35 Euro. Langfristig bleibt die Story aber aussichtsreich!

BYD baut Verbrenner, Elektroautos, dazu kommt noch die eigene Batteriefertigung, Elektrobusse und das Monorail-Geschäft. Ein schönes und vor allem sehr spannendes Portfolio, das BYD-Chef Wang Chuanfu in den letzten Jahren aufgebaut hat.

CATL versus BYD
DER AKTIONÄR sieht die Batteriesparte sogar als wichtigstes Asset an. Warum? Während die deutschen Autobauer auf die asiatischen Zellhersteller LG Chem, CATL und Samsung SDI angewiesen sind, baut BYD die Batterien für seine Elektroautos und seine E-Busse selbst.

Der Wert und das Potenzial der Batteriesparte sind noch nicht einmal annähernd im Aktienkurs von BYD eingepreist. Allen voran deshalb, da BYD große Pläne hat und die Produktion der Batteriesparte auf über 60 GWh im Jahr 2020 ausbauen will! Zum Vergleich: CATL will in zwei Jahren auf eine Zellproduktion in Höhe von 88 GWh kommen. CATL fertigt „nur“ Batteriezellen. Und dennoch liegt der Börsenwerte der Firma 25 Prozent über dem von BYD, obwohl BYD weitaus mehr zu bieten hat.

Dass die letzten Zahlen etwas unter den Erwartungen lagen, davon sollten sich Anleger nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Zahl der abgesetzten Autos mit Verbrennungsmotor geht zurück, was auch einen Rückgang der Margen nach sich zieht. Der Bereich der New Energy Vehicles allerdings wächst um mehr als 50 Prozent. Der Switch weg vom Verbrenner hin zu Elektroautos wird sich langfristig für BYD auszahlen.

Dabeibleiben
Es bleibt dabei. Schwache Tage bleiben Kauftage! Die Kaufrange liegt zwischen 5,00 Euro und 5,35 Euro. BYD ist keine kurzfristige Spekulation. Es geht darum, auf den erfolgreichen Ausbau der Elektromobilität in China zu setzen. Der Markt entpuppt sich immer mehr als Trendsetter und zeigt Nationen wie Deutschland oder den USA, wie man mit einer gezielten Unterstützung der Regierung erfolgreich die Elektromobilität vorantreiben kann. Stoppkurs 4,65 Euro.

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