Bitcoin
- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin & Co: Crash!

Der Bitcoin ist am Mittwoch aus seiner wochenlangen Seitwärtsbewegung ausgebrochen – jedoch leider in die falsche Richtung: Im Tagesverlauf ist der Kurs um rund 13 Prozent bis auf 5.544 Dollar abgesackt und hat somit ein neues Jahrestief markiert. Zwar konnte er sich inzwischen oberhalb der Marke von 5.600 Dollar stabilisieren, auf 24-Stunden-Sicht notiert der Bitcoin aber dennoch zweistellig im Minus.

Die meisten anderen Top-Coins trifft es mindestens genauso hart: Bitcoin Cash verliert nach dem kurzen Zwischenspring am Monatsanfang rund 18 Prozent und ist damit der größte Verlierer in den Top 10 nach Marktkapitalisierung. Gewinner des Crashs sind Stable-Coins wie Tether, USD Coin oder TrueUSD, die durch ihre (angebliche) Kopplung an den US-Dollar von Natur aus eine geringe Schwankungsbreite aufweisen und daher als „sicherer Hafen“ unter den Digitalwährungen gelten.

Insgesamt hat die plötzliche Talfahrt am gesamten Krypto-Markt innerhalb von Stunden fast 25 Milliarden Dollar an Market Cap vernichtet. Die Marktkapitalisierung des Gesamtmarkts ist um rund zwölf Prozent auf 183,9 Milliarden Dollar eingeknickt – der tiefste Stand seit über einem Jahr.

Bitcoin Cash als Auslöser für den Crash?

Als Auslöser für den plötzlichen Abverkauf wird derzeit eifrig spekuliert. Viele mögliche Erklärungen drehen sich um den heftig umstrittenen Hard-Fork bei Bitcoin Cash am heutigen Donnerstag (15. November), der für erhöhte Unsicherheit sorgt. Dass dies alleine den gesamten Krypto-Markt derart unter Druck bringt, ist jedoch schwer vorstellbar.

Der bitcoin report geht von einer Kettenreaktion aus: Speziell bei den großen Coins wie dem Bitcoin dürften viele Investoren mit Stoppkursen im Bereich der psychologisch wichtigen 6.000-Dollar-Marke oder dem charttechnisch markanten Jahrestief im Bereich von 5.900 Dollar im Markt gewesen sein. Beim Fall unter diese Marken wurde eine weitere Verkaufswelle losgetreten – teilweise höchstwahrscheinlich automatisiert. Ein derartiger Druckverlust bei den Leit-Kryptos zieht dann wiederum die kleineren Coins mit nach unten.  

„Erst unter 5.000 Dollar – dann gewaltige Nachfrage“

Bereits im Sommer hatte Krypto-Experte Tone Vays im Gespräch mit bitcoin-report-Chefredakteur Florian Söllner zunächst weitere Verluste vorhergesagt: „Kurzfristig wird Bitcoin weiter kämpfen und wahrscheinlich noch unter 5.000 Dollar fallen. Mittelfristig sehe ich in ein bis zwei Jahren signifikante Fortschritte in der Skalierung und Second-Layer-Lösungen wie Lightning. (…) Ich glaube dann an neue Höchststände in zwei bis drei Jahren.“ Das gesamte Interview mit dem ehemaligen Wall-Street-Banker finden Sie hier.

Der Kursrutsch erfordert auch im Musterdepot des bitcoin report kurzfristige Maßnahmen – Premium-Abonnenten werden hierüber gesondert per Mail und/oder in der morgigen Ausgabe informiert.

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Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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