Amazon
- Andreas Deutsch - Redakteur

Amazon: Warum die Aktie gerade jetzt super interessant ist

Reines E-Commerce reicht Amazon längst nicht mehr. CEO und Gründer Jeff Bezos will mit seinen Amazon-Go-Filialen den Markt für die täglichen Einkäufe überrollen. Eine Studie zeigt: Gerade junge Leute sind von der Idee der Shops ohne Kassen begeistert. Eine andere Auswertung zeigt: Die Aktie ist reif für die Rallye.

Amazon hat am Mittwoch an seinem Stammsitz in Seattle ein Amazon Go im Kioskformat eröffnet, berichtet die Seattle Times. Der Store bietet auf etwa 42 Quadratmeter Fläche typische Kioskware wie etwa Getränke und Süßigkeiten an.

Wie alle anderen Amazon-Go-Filialen ist auch der Kiosk kassenlos. Allerdings ist er deutlich kleiner als die anderen Stores, die in der Regel auf eine Verkaufsfläche von etwa 150 bis 200 Quadratmetern kommen und deutlich mehr Ware anbieten.

Mit Amazon Go will Jeff Bezos vor allem bei jungen Menschen mit wenig Zeit punkten. Das Konzept: Man nimmt die gewünschten Waren einfach aus den Regalen und verlässt dann den Laden. Der Einkauf wird via Smartphone vom Konto abgebucht.

In der Tat zeigen sich gerade junge Menschen von dem Konzept angetan, wie eine Umfrage von YouGov vom Januar zeigt. Allerdings muss Amazon aufpassen, das Angebot nicht teurer zu machen als anderswo. 66 Prozent würden dann der Umfrage zufolge nicht bei Amazon Go einkaufen.

Bezos hat mit Amazon Go große Pläne. Bis 2021 soll es 3.000 Filialen geben.

Death Cross – ein Segen

Unterdessen setzt sich die Konsolidierung bei der Amazon-Aktie fort. Der Titel notiert weiterhin unterhalb der 200-Tage-Linie. Pikant: Die 50-Tage-Linie hat die 200-Tage-Linie von oben durchbrochen und damit ein Death Cross ausgebildet.

Normalerweise ist ein Death Cross ein bearishes Signal, allerdings zeigen die vergangenen elf Jahre bei Amazon Erstaunliches: Sieben Mal hat die Amazon-Aktien seit 2007 ein Death Cross ausgebildet. 2008 zweimal, 2010, Ende 2011, 2014, 2016 und eben jetzt.

Nach den sechs Death-Cross-Formationen bis 2016 kam es nicht zum Crash, sondern es gab eine Rallye! In den 90 Tagen nach dem Death Cross legte die Aktie im Schnitt um 22,76 Prozent zu.

Amazon hat noch viel zu bieten

Die Schwächephase bei Amazon ist ein Segen für alle, die noch keine Aktien im Depot haben. Die Investmentstory ist noch längst nicht ausgereizt.

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