Alibaba
- Nicola Hahn - Werkstudent

Alibaba: Wird das den Kurs beflügeln?

Neueste Meldungen rund um den möglichen Einstieg in den russischen Markt helfen dem Kurs offensichtlich wieder auf die Sprünge. Die Alibaba-Aktie startete stark in die Handelswoche und konnte im Rahmen eines freundlicheren Marktumfeldes am vergangenen Handelstag die sehr wichtige 200-Tage-Linie bei 165,65 US-Dollar punktgenau zurückerobern. Wie sollten Anleger sich nun positionieren?

Expansion nach Russland

Erst letzte Woche wurden im Zuge des Treffens zwischen Russlands Präsident Putin und Chinas Premier Xi Jinping Pläne für Ali Express Russia veröffentlicht. Der russische Staatsfonds soll hier mehr als 100 Millionen US-Dollar investieren. Außerdem sollen sich die russischen Firmen Mail.ru und MegaFon beteiligen. Allerdings hält Alibaba mit 55,7 Prozent anteilig die Mehrheit.

Klar ist: Es handelt es sich um einen äußerst lukrativen und wachstumsstarken Markt, der noch einiges an Potential bietet. Die Umsätze konnten in Russland in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt werden.

Quelle: statista

Erst vor kurzem hatte Alibaba seine Handelsplattform Ali Express für Anbieter im Ausland geöffnet –und will so offenbar auf dem internationalen Markt Amazon weiter Druck machen. Einen fundamentalen Vergleich beider Werte finden sie hier.

Starke Quartalszahlen – boomendes Cloud-Geschäft

Anfang Mai kam die Aktie im Zuge der Androhung von Strafzöllen mächtig unter Druck. Selbst die hervorragenden Quartalszahlen mit einem Umsatzwachstum von rund 51 Prozent konnten den Kurs nicht aus dem Abwärtsstrudel ziehen. Ebenso wie Amazon ist Alibaba im Besitz einer rasant wachsenden Cloud-Sparte. Der Umsatz des Cloud-Business wuchs um sage und schreibe 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.      

Richtung des Unternehmens ist klar

Bei Alibaba ist man trotz Handelsstreit weiter auf Wachstumskurs. Neben dem Fokus auf die stark wachsende Cloud-Sparte treiben die Chinesen jetzt auch die Internationalisierungsstrategie weiter voran. Das Russland-Geschäft sorgt hierbei für zusätzliche Phantasie.

Ob die 200-Tage-Linie nachhaltig überwunden werden kann, hängt stark vom Gesamtumfeld ab. Sollte es in nächster Zeit etwas ruhiger im Handelsstreit werden, so steht einem nachhaltigen Überwinden der 200-Tage-Line nichts im Weg. Noch nicht investierte Anleger können jetzt einen ersten Fuß in die Tür stellen, sollten aber das makroökonomische Umfeld genauestens im Auge behalten.

Der Autor Nicola Hahn hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Amazon.

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