Der europäische Automarkt hat 2025 moderat an Dynamik gewonnen. In der EU wurden rund 10,8 Millionen Pkw neu zugelassen – ein Zuwachs von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von elektrifizierten Antrieben. Reine Elektroautos konnten ihren Marktanteil deutlich ausbauen und kamen auf 17,4 Prozent der Neuzulassungen, nachdem dieser im Jahr zuvor noch klar niedriger gelegen hatte.
Besonders gefragt waren zudem Hybridmodelle, die Verbrennungs- und Elektrotechnik kombinieren. Klassische Benziner und Diesel verloren hingegen weiter an Boden und stellten nur noch gut ein Drittel der Neuzulassungen – ein kräftiger Rückgang binnen eines Jahres.
In Deutschland legten reine E-Autos besonders stark zu, mit einem Absatzplus von mehr als 40 Prozent. Dennoch verlief die Entwicklung einzelner Hersteller sehr unterschiedlich. Branchenprimus Tesla musste in der EU einen massiven Rückgang verkraften: Die Zulassungen brachen um fast 38 Prozent ein. Ganz anders der chinesische Konkurrent BYD, der seine Verkäufe mehr als verdreifachte und sich rasant Marktanteile sicherte.
Die deutschen Autobauer konnten insgesamt zulegen. Volkswagen steigerte den Absatz spürbar, wobei Cupra stark wuchs, während Porsche deutlich nachgab. BMW erzielte ein solides Plus, Mercedes-Benz kam nur leicht voran. Unter Druck stand dagegen Stellantis mit seinen Volumenmarken. Renault hingegen konnte seine Verkäufe spürbar ausbauen und zeigte sich robuster als viele Wettbewerber.
Zuletzt haben die Zollentwicklungen die hiesigen Autowerte erneut belastet. Inzwischen hat sich die Lage aber beruhigt. Bei den Anlegern ist dennoch weiter Geduld gefragt. DER AKTIONÄR favorisiert im Automobil-Sektor nach wie vor BMW. Der Roll-Out der Modellreihe „Neue Klasse“ rückt immer mehr in den Fokus vieler Investoren. Darüber hinaus ist BMW mit einem starken Portfolio an Verbrennern und Hybriden gut positioniert. Auch Mercedes-Benz ist gut positioniert und eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Die Aktie von BYD hat nach dem Rücksetzer der vergangenen Monate einen Boden ausgebildet. Sie ist nun auf durchaus interessantem Niveau. Fundamental ist die Story intakt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz.
Heute, 06:51