Startschwierigkeiten bei der Lufthansa? Mehrere Flüge der deutschen Airline mussten in den vergangenen Wochen auf dem Boden bleiben. Streiks und schlechte Witterungsbedingungen, nach München und Wien zuletzt an der US-Ostküste, verhinderten das Abheben. Ein gänzlich anderes Bild bei der Aktie: Der potenzielle DAX-Rückkehrer notiert am Montagnachmittag mit einem Plus von knapp drei Prozent an der MDAX-Spitze und knapp vor einem Mehrjahreshoch. Wie sollten Anleger jetzt Handeln?
Startschwierigkeiten bei der Lufthansa? Mehrere Flüge der deutschen Airline mussten in den vergangenen Wochen auf dem Boden bleiben. Streiks und schlechte Witterungsbedingungen, nach München und Wien zuletzt an der US-Ostküste, verhinderten das Abheben. Ein gänzlich anderes Bild bei der Aktie: Der potenzielle DAX-Rückkehrer notiert am Montagnachmittag mit einem Plus von knapp drei Prozent an der MDAX-Spitze und knapp vor einem Mehrjahreshoch. Wie sollten Anleger jetzt Handeln?
Erst legten zeitgleiche Streiks von Piloten und Flugbegleitern den Konzern lahm. Knapp 800 Flüge mit rund 100.000 Passagieren wurden gestrichen. Allein in Frankfurt fielen 450 von 1.117 Verbindungen aus, in München 275 von 920. Hintergrund sind festgefahrene Tarifkonflikte, unter anderem um Betriebsrenten für 4.800 Pilotinnen und Piloten. Kurz darauf sorgte heftiger Schneefall für Turbulenzen. In München mussten 100 Flüge gestrichen werden, sechs Maschinen mit rund 600 Passagieren blieben über Nacht am Boden. In Wien wurden mindestens 150 Verbindungen annulliert. Zuletzt sagte die Lufthansa-Gruppe wegen eines Blizzards sämtliche Flüge nach New York und Boston ab.
Operativ weiter im Aufwind
Operativ gibt es jedoch neue Lichtblicke: Ab dem 15. April darf die Lufhansa 25 von 28 Business-Sitzen in der neuen Boeing 787 verkaufen. Bislang waren nur vier Plätze freigegeben. Hintergrund ist die Zulassung der eigens entwickelten Allegris-Kabine. Drei Sitze bleiben vorerst gesperrt. Der Konzern plant mit 29 Dreamlinern bis Ende 2027. Damit einhergehend dürften auch die Gewinne steigen. Verschiedene Branchenstudien zeigen, dass Business-Class-Passagiere bis zu 75 Prozent des Gewinns auf Flügen ausmachen, obwohl sie nur rund zwölf Prozent der Passagiere ausmachen.
Gleichzeitig lagen die Stückkosten, also die Flugkosten pro Sitzplatz und Kilometer, im vierten Quartal 2025 auf Vorjahresniveau. Wie Bloomberg mit Verweis auf ein internes Memo berichtet gelang das trotz um 10 Prozent gestiegener Gebühren und Abgaben. In den ersten beiden Quartalen hatten die Kosten noch um drei bis vier Prozent zugelegt.
Zahlen erst im März
Damit wachsen auch die Hoffnungen auf positive Geschäftszahlen. Zwar öffnet die Lufthansa erst zum 6. März ihre Bücher fürs Gesamtjahr. Doch das Zahlenwerk des Konkurrenten Air France-KLM stimmt optimistisch: Höhere Ticketpreise und eine stärkere Fokussierung auf teurere Buchungsklassen steigerten den Gewinn nach oben.
Die Lufthansa-Aktie befindet sich weiter im Aufwind. Operativ gibt es trotz der jüngsten Stillstände Fortschritte, der charttechnische Aufwärtstrend ist intakt. Aktuell kratzt der Kurs allerdings an der Marke von 9,25 Euro und damit einem wichtigen Widerstand. Die Aktie könnte jetzt eine Zeit lang seitwärts laufen, die Geschäftszahlen aber frische Impulse liefern. Investierte Anleger bleiben an Bord.
Heute, 19:50