Mit deutlichen Verlusten sorgen die Tourismus-Aktien an der Wall Street am Mittwoch für Aufsehen. Airbnb, Booking und Expedia verlieren zwischen vier und sieben Prozent. Das Problem: Laut neuer Daten sind im vergangenen Jahr deutlich weniger ausländische Reisende in die USA eingereist. Es könnte eine Trump-Krise drohen.
Laut Daten des World Travel and Tourism Council sind 2025 sechs Prozent weniger ausländische Besucher in die USA gekommen. Weltweit wurden dagegen 6,7 Prozent mehr für Tourismus ausgegeben als ein Jahr zuvor. Die Anti-Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump sorgte dafür, dass europäische Länder vermehrt zum Reiseziel wurden. Vor allem aus Lateinamerika kamen weniger Touristen in die USA.
Da die USA nach wie vor die größte Reise- und Tourismuswirtschaft der Welt. Ein Rückgang auf diesem wichtigen Markt ist deshalb für Konzerne wie Airbnb oder Booking kein gutes Zeichen. Die Politik von Trump dürfte durchaus ein Grund dafür sein und viele potenzielle Touristen abschrecken. Anleger sollten sich deshalb aber nicht zu viele Sorgen machen, da der globale Markt weiter wächst – und es sich entsprechend nur um Verschiebungseffekte handeln dürfte.
Klar ist auch, dass der schwache Gesamtmarkt am Mittwoch seinen Teil zu den Kursverlusten in der Branche beiträgt. Sorgen um die Geldpolitik, die geopolitische Lage und die anstehende Berichtssaison bringen Unsicherheit mit sich und haben auch die Ölpreise steigen lassen, was in der Reisebranche traditionell eher für ein schwaches Sentiment sorgt.
Reiseaktien stehen heute zwar besonders unter Druck. DER AKTIONÄR rät aber dazu die Ruhe zu bewahren. Airbnb ist zwar keine laufende Empfehlung. Booking und Expedia stehen aber auf der Kaufliste des AKTIONÄR. Vor allem Expedia hat sich seit dem Tipp mit 65 Prozent Plus auch schon gut entwickelt. Anleger können hier weiter auf steigende Kurse setzen.
Heute, 21:25