Yingli Green Energy
- Werner Sperber - Redakteur

Yingli Green Energy: Einsteigen, aber erst, wenn…; Börsenwelt Presseschau I

Die Experten von Platow Emerging Markets verweisen auf die jüngst vorgelegten Zahlen von Yingli Green Energy für das erste Quartal 2014. Der chinesische Solarkonzern hat die Schätzungen der Analysten im elften defizitären Quartal in Folge weit verfehlt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich trotz höherer Verkaufspreise nur minimal, der Verlust verringerte sich jedoch deutlich. Der Kurs der Aktie stieg dennoch (Anmerkung der Redaktion: Der Wert des American Depositary Receipt, kurz ADR, also des US-Hinterlegungsscheines, der für eine Aktie steht). Das wiederum dürfte dem Ausblick des Vorstandes geschuldet sein: Liansheng Miao, "CIO" von Yingli Green (Anmerkung der Redaktion: CIO ist die Abkürzung für Chief Information Officer oder um zu dem bei Börsenexperten anscheinend ungern benutzten, (weil) verständlichen Deutsch zu wechseln, der EDV-Leiter oder der für die Informationstechnologie verantwortliche Vorstand. Tatsächlich ist Liansheng Miao allerdings nicht CIO sondern CEO, also der Chief Executive Officer, entsprechend etwa dem Vorstandsvorsitzenden. Eine solche Degradierung des Vorstandsvorsitzenden, der zugleich Konzerngründer ist, zu einem Vorstandsmitglied wäre wohl nicht passiert, wenn deutsche Wörter verwendet worden wären.), also Liansheng Miao erklärte, die Nachfrage habe mit dem Beginn des zweiten Quartals stark angezogen, wobei diese Nachfrage vor allem aus der Volksrepublik China als auch aus anderen Schwellenländern kam. Insgesamt sollen in dem am Montag ablaufenden zweiten Quartal Solarmodule ausgeliefert werden, die eine Leistung von 870 bis 950 Megawatt bringen. Im Auftaktquartal belief sich dieses ausgelieferte Leistung auf 631 Megawatt. Dieser Aufwärtstrend dürfte sich nach Ansicht von Liansheng Miao auch im zweiten Halbjahr fortsetzen. Der Umsatz dürfte entsprechend anziehen. Analysten schätzen, Yingli Green werde noch im Verlauf des Jahres 2014 wieder einen Gewinn erwirtschaften. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Zudem hat auch der Chartbild noch kein Kaufsignal geliefert. Der Abwärtstrend seit März 2014 ist zwar gestoppt, doch Anleger sollten erst einsteigen, wenn die Notierung die wichtige Hürde bei 3,20 Euro überwunden hat.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)




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