Tesla
- Marco Bernegg - Praktikant

Wird Tesla wie Apple vor zehn Jahren klar unterschätzt?

Als vor zehn Jahren das iPhone zum ersten Mal von Steve Jobs auf der Keynote präsentiert wurde, belief sich der Wert einer einzigen Apple-Aktie auf 22 US-Dollar. Trotz großer Skepsis vieler Experten hat sich Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt entwickelt. Der erfolgreiche Fondsmanager Raymond Meyers erklärt in einem Interview mit der Forbes, warum Tesla aktuell genauso unterschätzt wird wie Apple vor 10 Jahren.

Zahlen sprechen für sich

Als Querdenker kann man Raymond Meyers wohl am besten bezeichnen. Trotz vieler Verkaufsempfehlungen der Wall Street zur Apple Aktie hielt er trotzdem daran fest und outperformte so über die letzten zehn Jahre 75 Prozent der amerikanischen Investmentfondsmanager. Alleine in diesem Jahr ist er 27 Prozent im Plus.

Klar unterschätzt

Aktuell ist Meyers zweitgrößte Fonds-Position Tesla. Er kaufte erstmals 2012 zum Kurs von 24 US-Dollar Aktien des innovativen Elektro-Unternehmens. Zurzeit häufen sich die Stimmen, Tesla hätte sich mit dem Model 3 übernommen und könne nie profitabel arbeiten. Meyers lässt das kalt. Er sieht deutliche Gemeinsamkeiten zur damaligen Situation von Apple, als die vorherrschende Meinung der Wall Street war, Apple sei überbewertet und könne sich nicht gegen den Platzhirsch Microsoft durchsetzen. Bis heute hat sich der Kurs von Apple um 540 Prozent gesteigert. Microsoft hingegen nur um 160.

Ist ein Vergleich möglich?

Raymond Meyers hat in vielen Punkten Recht. Sowohl Tesla als auch Apple haben mit Elon Musk und Steve Jobs als Führungspersönlichkeiten extrovertierte Pioniere mit großer Vision. Zudem punkten beide Unternehmen mit dem eleganten, außergewöhnlichen Design der Produkte. Meyers Vergleich hinkt jedoch. Tesla hat im Gegensatz zu Apple durch die massiven Produktionsprobleme noch größere Schwierigkeiten die enorme Nachfrage zu befriedigen. Während Apple von Anfang an Traummargen vermeldete, hat Musk vorerst noch einige Baustellen zu bewältigen. Tesla befindet sich zudem in einem weitaus härteren Konkurrenzkampf als Apple vor zehn Jahren. Als Apple nur Nokia und Blackberry im Smartphone-Markt aus dem Weg räumen musste, muss sich der kalifornische Elektroauto-Hersteller gegen Marken wie BMW, Daimler und Porsche durchsetzen, die seit Jahrzehnten eine Vormachtstellung im Automobil-Bereich beanspruchen.

Es steht und fällt mit dem Model 3

Elon Musk muss schnellstmöglich dafür sorgen, dass die Produktion des Model 3 richtig in Fahrt kommt. Sonst könnten Anleger die Geduld verlieren. Dementsprechend ist ein Investment auch nur spekulativen Anlegern vorenthalten, die sich der Risiken bewusst sind. Apple ist wie Tesla eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR, gehört hingegen zu den Basisinvestments.

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  • Thomas Eichler -
    und hat ein eigenes Netz an Ladestationen.
  • Thomas Eichler -
    Tesla ist DIE Marke für Elektroautos und hat ein eigeneetan
  • Dennis Pagel -
    Vor allem werden in diesem ganzen Spiel die alteingesessenen Autobauer massiv unterschätzt. Der Trend E-Mobility wird sich längst nicht so schnell etablieren, weil die Infrastruktur für zig Millionen E-PKW nicht vorhanden ist und auch nicht so schnell ausgebaut werden kann, wie Mobilfunknetze für Smartphones. Das heißt die Hersteller haben wir viel mehr Zeit zu reagieren und die Kriegskassen bei Daimler, BMW und Co sind prall gefüllt. Allein Piech und Porsche haben genug Privatvermögen um nochmal 2 Dieselkrisen abfedern zu können. Tesla wird erfolgreich sein, da bin ich sicher. Aber ein Marktführer oder gar Branchenprimus wie Apple wird Tesla nicht werden.
  • Peter Janka -
    Zwischen Tesla und Apple vor 10 Jahren besteht ein gravierender Unterschied. Tesla verdient kein Geld und wird es auch in absehbarer Zeit nicht. Tesla und die Aktie wird vor allem durch den grandios lancierten Hype um die Marke oben gehalten. Es zählt nie die Gegenwart, sondern es wird nur auf die Zukunft abgestellt. Wie lange diese beeindruckende Strategie noch aufrecht gehalten werden kann, werden die nächsten Monate zeigen, wenn spätestens nächstes Jahr wieder Geld vom Kapitalmarkt eingesammelt werden muss.

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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