Roche
- Marion Schlegel - Redakteurin

Vor dem Start der Grippesaison hierzulande: Roche erhält US-Zulassung für Grippe-Hoffnungsträger

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat zuletzt gleich in mehrfacher Hinsicht überzeugen können. So berichtete das Unternehmen auf dem wichtigsten europäischen Krebskongress ESMO, der vor wenigen Tagen in München stattfand, über die detaillierten Ergebnisse zur IMpassion-130-Studie mit dem Immuntherapeutikum Tecentriq in Kombination mit der Chemotherapie Abraxane bei Brustkrebs. Wie die Details nun zeigten, überzeugte die Kombi vor allem bei Patienten mit einer hohen Expression des PD-L1-Biomarkers. Und auch ein Update zur Kombitherapie von Tecentriq mit Avastin bei fortgeschrittenem oder metastasierendem Leberzellkarzinom war vielversprechend.

Am Mittwoch folgten positive News zum Grippemedikament mit dem Markennamen Xofluza. Hier haben die Schweizer die US-Zulassung für die Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren erhalten, die an akuter, unkomplizierter Grippe leiden. Der Clou an dem Mittel: Es kann den Grippevirus mit nur einer oral zu verabreichenden Dosis enorm schnell abtöten. Andere Mittel wie Tamiflu müssen mindestens zweimal am Tag über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um richtig zu wirken.

Das Mittel wurde von Shionogi & Co. Ltd erforscht und in Kooperation mit Roche weiterentwickelt. Die Basler haben die weltweiten Rechte an Xofluza, Japan und Taiwan ist allein in Shionogis Hand. Auch dort ist das Medikament seit Anfang dieses Jahres erhältlich.

Roche ist und bleibt weiterhin einer der großen Favoriten des AKTIONÄR aus dem Pharmasektor. Mit der jüngsten Korrektur an den Märkten ist auch die Aktie der Schweizer wieder etwas unter Druck geraten. Wichtig ist hier nun, dass die 200-Tage-Linie verteidigt werden kann. In einem wieder etwas positiveren Umfeld, sollte dem Wert aber relativ schnell der Sprung über die Hürde bei 247 Franken und somit ein neues erstes Kaufsignal gelingen.

Weitaus besser sieht die Entwicklung zuletzt bei der japanischen Shionogi aus. Die Aktie konnte sich seit der Empfehlung des AKTIONÄR im Juli dieses Jahres nach oben absetzen und notiert mittlerweile rund 24 Prozent im Plus. Anleger lassen bei dem Wert die Gewinne weiter laufen, ziehen den Stopp aber leicht nach.

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