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- Tamara Bauer - Redakteurin

Vom Highflyer zum Prügelknaben

Einhörner - im englischen als Unicorns bezeichnet: Sie gelten als die edelsten unter den Fabelwesen. An der Börse steht die Bezeichnung für Start-Ups, die alle eine Gemeinsamkeit besitzen: die astronomische Bewertung von mindestens einer Milliarde Dollar! Was wie im Märchen klingt, kann jedoch auch als herbe Enttäuschung für die Anleger enden. Sterben die Einhörner an der Börse bald aus?

Weltweit gibt es 145 Unicorns – und das, obwohl viele von ihnen noch nicht an der Börse gelistet sind. Vor allem in den USA herrscht ein regelrechter Boom. 87 Unicorns sind bis April 2016 aus dem Boden geschossen – allen voran Uber Während Asien auf Platz mit 40 Firmen rangiert, muss sich Europa mit 16 Start-Ups geschlagen geben. Hier kann sich allenfalls Spotify mit 8,5 Milliarden Dollar absetzen.

Die bekanntesten Einhörner sind die Taxi-App Uber (mit einer Bewertung von 51 Milliarden US-Dollar), der chinesische Smartphone Hersteller Xiamoi (46 Milliarden Dollar) oder der Unterkunftsvermittler Airbnb (25,5 Milliarden Dollar). Der Börsenwert von Uber ist auf den ersten Blick beeindruckend. Jedoch lag die Top-Bewertung vor nicht einmal zwei Monaten noch bei 62 Milliarden. Fraglich ist, ob Investoren diese Summen auch bei einem Börsengang durchsetzen können.

Ein weiteres Negativ-Beispiel ist der Rabattcode-Anbieter Groupon. Der Marktwerkt lag beim IPO im Jahr 2011 noch bei 12,5 Milliarden Dollar, heute stehen nur noch zwei Milliarden unterm Strich – ein Verlust von 80 Prozent in fünf Jahren.

Wichtig für Anleger: Die Unicorns sind vor allem als spekulative Beimischung im Depot zu sehen. Das Potenzial der Start-Ups ist zwar da, allerdings darf man das Risiko nicht unterschätzen. Das beste Beispiel ist die Fitbit-Aktie. Diese zählte 2015 zu den großen Verlierern an der Börse. Vom Hoch bei 51,90 Dollar verlor sie bis Ende des Jahres über 40 Prozent. Doch die Angst durch potenzielle Konkurrenten wie Apple war unbegründet. Langfristig ist DER AKTIONÄR von der Story überzeugt, auch wenn die Aktie schwankungsanfällig bleibt und derzeit eine Korrekturphase durchläuft.  

 

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