UniCredit
- Nikolas Kessler - Redakteur

Unicredit: Startschuss für die Mega-Kapitalerhöhung

Ab heute (6. Februar) versucht die angeschlagene Unicredit, im Rahmen einer Kapitalerhöhung die Rekordsumme von 13 Milliarden Euro einzusammeln. Wegen des Bezugsrechteabschlags notiert die Aktie über 50 Prozent unter ihrem Schlusskurs vom Freitag.

Wie in der Vorwoche beschlossen, startet bei der Großbank am heutigen Montag die größte Kapitalerhöhung in der italienischen Wirtschaftsgeschichte. Insgesamt rund 13 Milliarden Euro will Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier bei Investoren einsammeln, um die dünne Kapitaldecke aufzupolstern und Abschreibungen auf faule Kredite ausgleichen zu können.

Mit dem an der Maßnahme beteiligten Bankenkonsortium hatte das Unicredit-Management am letzten Donnerstag einen Abschlag von 38 Prozent auf den theoretischen Preis ohne Bezugsrechte vereinbart. Entsprechend können Altaktionäre nun für jeweils fünf Unicredit-Aktien 13 neue Papiere zum je 8,09 Euro zeichnen.

Dickes Minus wegen Bezugsrechteabschlag

Die Unicredit-Aktie notiert am Montag über 50 Prozent unter dem Freitags-Schlusskurs. Grund dafür ist jedoch in erster Linie der Bezugsrechteabschlag – bereinigt um diesen Effekt beläuft sich das Minus auf rund drei Prozent.

Aktie kein Kauf

Im Zuge der Kapitalerhöhung dürfte die Lage volatil bleiben – zumal bei vielen Großaktionären unklar ist, ob und in welchem Umfang sie sich an der Maßnahme beteiligen werden. Zudem wird das Institut bei der Präsentation der Jahresbilanz am Donnerstag (9. Februar) hohe Verluste melden. DER AKTIONÄR bleibt daher bei seiner Empfehlung, die Unicredit-Aktie zu meiden.

 


 

Risiko- und Money-Management

Autor: Steyer, Sebastian
ISBN: 9783864700453
Seiten: 176
Erscheinungsdatum: 28.09.2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Viele Trader und Anleger verbringen sehr viel Zeit mit der Suche nach dem perfekten Einstiegssignal. Ist dies gefunden, lässt das verlockende Kursziel die Risiken in den Hintergrund treten. Die Position wird eröffnet. Erfolgreiche Anleger und Trader hingegen beschäftigen sich zuerst mit dem, was an der Börse planbar ist: dem Ausstieg. Dazu nutzen Sie ein konsequentes Risiko- und Money-Management, um ihre Positionsgrößen zu bestimmen und das Risiko ihres Gesamtdepots stets klein zu halten. Erst dann wird die Position eröffnet und nach festen Regeln weiter gemanagt. Nur so kann die viel zitierte, aber selten umgesetzte Börsenregel „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen!“ auch wirklich gelebt werden. In „Risiko- und Money-Management“ zeigt Ihnen ­Sebastian Steyer die Grundlagen für ein erfolgreiches Risiko- und Money-Management-System. Hinzu kommen weitere Techniken speziell für den Hebelhandel sowie das Pyramidisieren. Doch auch der Faktor Mensch kommt nicht zu kurz. Die Vorgänge in unserem Gehirn beim Traden werden beleuchtet und die große Bedeutung von Disziplin und Konsequenz wird herausgearbeitet. Ergänzt wird dies durch ein Kapitel mit Praxisbeispielen und Charts, anhand derer Risiko- und Money-Management dem Leser zukünftig in Fleisch und Blut übergeht.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Unicredit: Bald zurück im EuroStoxx 50?

Dank entschlossener Sanierungsmaßnahmen findet die Unicredit langsam aber sicher zurück in die Erfolgsspur. Auch der Aktienkurs des Instituts hat sich im letzten halben Jahr wieder deutlich aufgehellt. Als Belohnung könnte schon Ende August der Wiederaufstieg in den EuroStoxx 50 anstehen. mehr