KUKA
- Michael Schröder - Redakteur

Übernamefantasie bei KUKA: Rekordhoch zum Greifen nah

Anfang Februar hat der chinesische Großaktionär Midea seinen Anteil bei KUKA aufgestockt. In einer Pflichtmitteilung wurde bekannt, dass die Chinesen mit dem Engagement strategische Ziele verfolgen und in den nächsten zwölf Monaten weiter zukaufen wollen. Die Gerüchteküche brodelt.

Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen, die Bewertung ist unverändert hoch – und dennoch kratzt die KUKA-Aktie mittlerweile am Rekordhoch. Auch der Ausbau des chinesischen Klimaanlagen- und Haushaltsgeräteherstellers Midea wurde Anfang des Monats bereits thematisiert. Zur Erinnerung: Im August 2015 waren die Chinesen mit 5,43 Prozent bei KUKA eingestiegen. Anfang Februar hat der Konzern seinen Anteil fast verdoppelt und hält jetzt 10,22 Prozent. Größter Anteilseigner ist die Voith Group mit einem Anteil von 25,1 Prozent. Dicht dahinter rangiert der hessische Unternehmer Friedhelm Loh, der genau zehn Prozent hält.

Die Spekulationen über mögliche Zukäufe der Chinesen sollten den KUKA-Kurs weiter stützen. Die Gesellschaft ist in einem absoluten Wachstumsmarkt unterwegs. Am Markt wird über eine Übernahme und einen möglichen Bieterkampf diskutiert. Aus charttechnischer Sicht steht die Aktie, die gestern zu den Top-Gewinnern auf dem heimischen Kurszettel gehörte, unmittelbar vor einem massiven Kaufsignal. Mit dem Sprung über die 86-Euro-Marke wäre der Weg für weitere steigende Kurse geebnet. Das nächste Ziel liegt jenseits von 90 Euro. Ein Stopp bei 74 Euro sichert die Position weiter ab.

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