TESARO
- Michel Doepke - Volontär

Übernahme, Gerüchte und bahnbrechende Daten: Was für eine Biotech-Woche!

Im Biotech-Sektor haben sich in der vergangenen Woche die Ereignisse überschlagen: Roche hat sich den Diagnostik-Spezialisten Foundation Medicine komplett einverleibt, Tesaro wurde ebenfalls für den Schweizer Pharma-Konzern als Übernahmekandidat ins Spiel gebracht und Sarepta glänzte mit bahnbrechenden Studienergebnissen einer Gentherapie zur Behandlung der Muskeldystrophie Typ Duchenne. Die positive Newsflut hat auch dem Nasdaq Biotechnology Index Rückenwind verliehen. So handeln Sie nach den Kurssprüngen richtig.

Übernahmefantasie im Sektor hält an

Roche hat bei Foundation Medicine nun Nägel mit Köpfen gemacht und sich die restlichen Anteile für 137 Dollar pro Papier (rund 2,4 Milliarden Dollar) gesichert. DER AKTIONÄR hatte bereits in einem Aktienreport auf die hohe Wahrscheinlichkeit einer Übernahme durch die Schweizer hingewiesen. Wer sich damals bei Foundation Medicine positioniert hat, sollte nun die Position über den Markt verkaufen. Dass ein anderer Konzern bereit ist, einen höheren Preis für den Diagnostik-Spezialisten zu zahlen, geht gegen Null. Zudem besitzt Roche seit längerem die Mehrheit an Foundation Medicine.

Der Onkologie-Spezialist Tesaro ist eine der großen Biotech-Enttäuschungen im Jahr 2018. Fundamental läuft es einfach nicht rund. Und dennoch gilt das Unternehmen seit Monaten als heißer Übernahmekandidat. Einem spanischen Bericht zufolge soll Roche (es besteht bereits eine umfassende Kooperation zwischen den beiden Gesellschaften) die Citibank beauftragt haben, die Akquisition von Tesaro in die Wege zu leiten. Aufgrund der Gerüchte legte die Tesaro-Aktie im Tagesverlauf bis zu 19 Prozent zu. Einen Großteil der Gewinne konnte das Papier verteidigen – bei den vorherigen Gerüchten wurden die Kursanstiege immer wieder abverkauft. Es bleibt spannend. Wer eine Trading-Position eröffnet hat, sollte diese unbedingt mit einem Stoppkurs bei 33 Euro absichern.

Sarepta mischt die Branche auf

Spektakulär und bahnbrechend: Erste Ergebnisse einer Gentherapie zur Behandlung der Muskeldystrophie Typ Duchenne haben Sarepta-Aktionäre regelrecht elektrisiert. Und das vollkommen zu Recht. In der Spitze konnte das Papier um satte 70 Prozent zulegen. Wer nicht investiert ist, sollte unbedingt einen größeren Kursrücksetzer abwarten. Langfristig verfügt die Aktie laut Analysten weiteres Aufwärtspotenzial. Für den AKTIONÄR ist die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme von Sarepta massiv gestiegen.

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