ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Herbe Enttäuschung – Aktie am Boden

Die Zahlen von ThyssenKrupp sorgen für eine weitere Enttäuschung. Der Jahresüberschuss liegt noch einmal deutlich unter der angepassten Prognose. Für das kommende Jahr werden zudem hohe Kosten durch die angepeilte Aufspaltung auf den Konzern zukommen. Die Aktie schlägt erneut den Weg nach unten ein.

Im abgelaufenen Jahr ist der bereinigte Jahresüberschuss bei ThyssenKrupp von 271 auf 60 Millionen Euro gefallen und damit niedriger als die zuletzt erwarteten 100 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT ging von 1,72 auf 1,55 Milliarden Euro zurück. Zum Vergleich: Ursprünglich waren 1,8 bis 2,0 Milliarden Euro angepeilt worden. Trotz höherer Einsparungen als gedacht sorgten Probleme in allen Sparten für den Rückgang.

Sowohl der Jahresüberschuss als auch der freie Mittelzufluss werden durch die Aufspaltung im neuen Geschäftsjahr 2018/19 mit einem dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet. Dank höherer Gewinne in den fortgeführten Geschäften sowie positiver Effekte aus dem Abschluss der Stahlfusion mit Tata Steel soll der Jahresüberschuss dennoch steigen.

Finger weg

Der Umbau braucht Zeit und kostet Geld. Zudem geht die Führungsposse in eine neue Runde. Das Chaos bei ThyssenKrupp schreckt die Anleger ab und schickt die Aktie von einem Tief zum nächsten. Anleger sollten auf keinen Fall ins fallende Messer greifen und eine Beruhigung der Situation an der Seitenlinie abwarten.

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