ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Die Schlinge zieht sich zu

Durch das anhaltende Führungschaos ist die Aktie von ThyssenKrupp inzwischen auf ein neues Jahrestief gefallen. Eine schnelle Lösung zeichnet sich nach wie vor nicht ab. Dafür will der Großaktionär Cevian seinen Einfluss ausbauen. Nach dem Abverkauf reagiert die Aktie darauf am Donnerstag positiv.

Nach Informationen der Börsen-Zeitung strebt Cevian einen zweiten Sitz im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp an. Spätestens zur Hauptversammlung im Januar 2019, unter Umständen aber auch schon früher, will der Finanzinvestor zum Zug kommen. Vorteil für Cevian: Nach dem Rücktritt des ehemaligen Aufsichtsratschefs Ulrich Lehner und dem für Ende August geplanten Ausscheiden von Ex-Telekom-Chef Rene Obermann sin aktuell zwei Plätze im Kontrollgremium vakant.

Die Chefsuche bei ThyssenKrupp geht derweil weiter. Das Problem: Aufgrund der unterschiedlichen Interessenslagen von aktivistischen Investoren, Krupp-Stiftung und Arbeitnehmern gelten sowohl Vorstands- als auch Aufsichtsratsvorsitz des Technologiekonzerns als undankbare Aufgaben. So sollen bereits einige namhafte Manager wie Airbus-Chef Tom Enders oder Osram-CEO Olaf Berlien abgewunken haben. Fraglich bleibt derweil, ob Stiftungschefin Ursula Gather im Notfall für den Aufsichtsratsvorsitz bereitstehen würde – oder diesen sogar anstrebt.

Abwarten

Das Führungschaos bei ThyssenKrupp belastet. Wenn Cevian den Druck nun weiter erhöht, wird es nicht gerade einfacher, potenzielle Kandidaten zu überzeugen. Anleger sollten vorerst an der Seitenlinie bleiben. Auch das Chartbild rät nicht zum Einstieg. Wer investiert ist, belässt den Stoppkurs bei 18,00 Euro.

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