ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Darum geht der Absturz weiter

Immer dramatischer wird die Lage bei ThyssenKrupp. Erstmals seit 2016 ist die Aktie am Donnerstag wieder unter 13 Euro gefallen, das Mehrjahrestief bei 12,56 Euro aus dem Februar 2016 ist inzwischen bedrohlich nahe. Und die Probleme setzen sich fort. Jetzt läuft es auch bei der Konzernperle schlecht.

Das Aufzugsgeschäft ist bei ThyssenKrupp besonders lukrativ. Doch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres haperte es auch bei der Vorzeigesparte. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz zwar immerhin um 4,3 Prozent gesteigert werden, doch das EBIT ging um 1,0 Prozent zurück. Die Folge: Die operative Rendite ging weiter zurück.

Zahlen der Aufzugsparte; Quelle: ThyssenKrupp

Im Vorjahresquartal lag die bereinigte EBIT-Marge noch bei 11,9 Prozent, nun sank sie auf 10,6 Prozent. Das Problem: ThyssenKrupp Elevator hinkt den Wettbewerbern bei der Marge ohnehin zurück. Der Weltmarktführer Otis und die europäischen Wettbewerber Schindler und Kone arbeiten deutlich effektiver. Für den neuen Spartenchef Peter Walker wird es nun eine Herkulesaufgabe, diesen Rückstand zu verkürzen.

Aktie 

Umsatz in Mrd. Euro

EBIT in Mio. Euro
EBIT-Marge
Okt. - Dez. 18Okt. - Dez. 18Okt. - Dez. 18
ThyssenKrupp Elevator 1,9 199 10,6 %
Otis 2,9 430* 14,9 %
Schindler 2,6 304 11,7 %
Kone 2,4 320 13,1 %
*Betriebsertrag

Finger weg

Selbst bei der margenstarken Aufzugsparte läuft es bei ThyssenKrupp unrund. Das zeigt: Es wird noch ein schwerer Weg, um das angeschlagene Konglomerat wieder in die Spur zu bringen. Auch der Chart spricht Bände. Anleger sollten sich die Finger nicht verbrennen und an der Seitenlinie bleiben.

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