E.on
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Solar 2.0 vs. E.on: “Goldman Sachs liegt falsch”

Die Regierung plant ein neues EEG und will den Ausbau von Wind- und Solarenergie bremsen. Gibt es daher eine große Renaissance der “alten" Versorger? Goldman Sachs glaubt offenbar daran. Analystin Deborah Wilkens geht davon aus, dass Einschnitte bei der Kapazität und Vergütung neuer Ökostromanlagen die Auslastung der Kohle- und Gaskraftwerke erhöhen. Dies solle mittelfristig zu höheren Preisen für Strom aus fossilen Energieträgern führen und sich positiv auf Versorger auswirken. Doch nicht alle sehen ein Comeback von Kohle und Gas.

"Goldman Sachs liegt falsch“, so Gerard Reid, Partner von Alexa Capital, gegenüber dem AKTIONÄR. Der Boom Erneuerbarer Energien in Europa habe sich abgekühlt, sei aber keineswegs gestoppt. Es würden weiterhin reihenweise alternative Energieerzeuger ans Netz gehen, was für weiteren Druck auf die Strompreise sorgen würde. Ab 2016 werde es mit 60 Gigawatt weltweit mehr Neuinstallationen von Solarenergie geben als von Gas- und Kohlekraftwerken.

Solar 2.0

Der Solarboom gehe weiter. Der Analyst bleibt zuversichtlich für Solar-Aktien. Reid spricht sogar vom Start von Solar 2.0. "Großinvestoren kommen aufs Spielfeld zurück. Denn wir sehen nun eine neue Phase mit nachhaltigem Wachstum, welches nicht mehr von staatlichen Förderungen abhängig ist.” Einzig die hohen Schulden mancher chinesischer Solar-Player würden ihm Sorgen machen.

E.on und Co im Check

DER AKTIONÄR ist zwar der Ansicht, dass E.on die erste Wahl unter den deutschen Versorger-Aktien ist. Doch mittelfristig droht auch eine "Energiewende light“ an den Margen zu knabbern. Mehr dazu und wie stark die deutsche Politik die Geschäfte von Trina, Jinko und Co beeinflusst, lesen Sie im kompletten Artikel "Wende der Wende“ in der AKTIONÄR-Ausgabe 07/2014.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE und E.on: Jetzt droht Ärger

Der Megadeal zwischen E.on und RWE zur Aufteilung der RWE-Tochter Innogy galt eigentlich als beschlossene Sache. Doch nun kommt Unruhe in die Neuordnung der deutschen Energiebranche. Angeblich will die australische Investmentbank Macquarie das Innogy-Geschäft in Tschechien kaufen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das war erst der Anfang

Nach der Zerschlagung von Innogy bekommt die deutsche Energiebranche ein neues Gesicht. Für E.on und RWE als treibende Kräfte des Wandels dürfte sich der Deal auszahlen. Die Wettbewerber müssen nun reagieren. Der Versorger Steag rechnet damit, dass weitere Transaktionen folgen werden. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Darum klappt der Megadeal

An der Börse kam der Deal zwischen E.on und RWE und die Aufteilung der RWE-Tochter Innogy gut an. Bei den Verbrauchern und Konkurrenten herrscht dagegen die Sorge, dass Megakonzerne mit großer Marktmacht entstehen. Der Wettbewerb im Strommarkt soll dadurch gefährdet sein, was zu höheren … mehr