Singulus
- Michael Schröder - Redakteur

AKTIONÄR Hot-Stock Singulus: Neue Prognose, neue Aufträge und neue Chance auf 30% Trading-Gewinn?

In Zeiten, in denen Gewinnwarnungen gleich reihenweise über den Nachrichtenticker laufen, sind Anleger froh, wenn ein Unternehmen seine Prognose bestätigt – auch wenn der Chart in den letzten Tagen wie bei Singulus Technologies etwas anderes erwarten ließ.

Nach einer dynamischen Aufwärtsbewegung brach der Singulus-Kurs innerhalb von weniger Handelstagen um 25 Prozent ein. Fundamentale Gründe für den Rutsch gab es keine – im Gegenteil: Singulus meldete für das dritte Quartal 2018 einen satten Umsatz- und Gewinnsprung. Demnach stiegen die Erlöse in den ersten neun Monaten 2018 um 43 Prozent auf 91 Millionen Euro. Das EBIT vervielfachte sich auf 4,0 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 Millionen Euro). Die Gesellschaft erwartet auch für das vierte Quartal einen positiven Verlauf und bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr mit Umsatzerlösen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Das EBIT soll entsprechend im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen.

Zur Erinnerung: Singulus ist spezialisiert auf Anlagen, mit denen Oberflächen beschichtet und behandelt werden können. Früher belieferte die Gesellschaft CD- und DVD-Produzenten mit ihren Maschinen. Doch der Markt brach zusammen. Nach einigen verlustreichen Jahren hat die Gesellschaft das Optical-Disc-Geschäft spürbar zurückgefahren und fokussiert sich nun auf das Geschäft mit Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik (PV) – und verfügt auch hier über eine hohe Kompetenz, vor allem im Teilbereich der Dünnschicht-Solarzellen nach dem Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid-Verfahren (CIGS). Hier werden große Glasscheiben veredelt und als Solarmodule eingesetzt.

Die Zahl der leistungsfähigen Wettbewerber ist überschaubar. Zudem hat Singulus mit dem chinesischen Staatskonzern China National Building Materials (CNBM) einen großen Partner an der Seite. Daher wird der asiatische Markt immer wichtiger für die Unterfranken. Besonders wichtig: Die Entscheidung der chinesischen Regierung, die Solarförderung zu reduzieren, zielt nicht auf das für Singulus wichtige Dünnschicht-Segment ab, sondern auf den kristallinen PV-Markt. Ungeachtet dessen will China die Nummer 1 in Sachen PV-Produktion bleiben. Die jüngsten Investitionsentscheidungen deuten darauf hin.

Mittlerweile konnte sich die Aktie etwas stabilisieren und eine Gegenbewegung starten. Diese könnte schon bald Rückenwind in Form von frischen Aufträgen bekommen, denn vom 5. bis zum 10. November findet in Shanghai eine wichtige Branchenmesse statt. Eine Modifizierung der Jahresprognosen noch im Jahresverlauf scheint nicht ebenfalls ausgeschlossen.

Kann der Anlagenbauer neue Aufträge an Land ziehen und seinen Wettbewerbsvorsprung weiterhin in steigende Umsätze ummünzen, dürften die Gewinne nachhaltig sprudeln – und die Aktie schnell wieder Kurs auf die 15-Euro-Marke nehmen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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