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Silberboom dank ETFs

Auf die Frage, was denn seiner Ansicht nach im vergangenen Jahr das herausragendste Ereignis am Silbermarkt gewesen sei, antworte vor Kurzem der Silberexperte Ted Butler: „Ganz klar, die Einführung und der Erfolg des Silber-ETFs.“ Mit dieser Ansicht steht Butler nicht alleine da. Auch DER AKTIONÄR weist der Lancierung des Silber-ETFs eine Schlüsselrolle zu.

Die Einführung des ersten ETFs auf Silber war im vergangenen Jahr ein voller Erfolg. Am Silbermarkt führte die Lancierung zu weiteren Preissteigerungen. Und es könnte weitergehen!

Auf die Frage, was denn seiner Ansicht nach im vergangenen Jahr das herausragendste Ereignis am Silbermarkt gewesen sei, antworte vor Kurzem der Silberexperte Ted Butler: „Ganz klar, die Einführung und der Erfolg des Silber-ETFs.“ Mit dieser Ansicht steht Butler nicht alleine da. Auch DER AKTIONÄR weist der Lancierung des Silber-ETFs eine Schlüsselrolle zu. Zur Erinnerung: Im April 2006 legte die britische Barclays Bank den ersten ETF (Exchange Traded Fund) auf Silber auf. Der ETF zog von Anfang an unter den Anlegern großes Interesse auf sich. Aktuell dürfte er rund 130 Millionen Unzen Silber „eingesammelt“ haben, was rund einem Siebtel des jährlichen Gesamtangebotes am Silbermarkt entsprechen würde. Diese 130 Millionen Unzen wurden der „natürlichen“ Nachfrage aus Industrie und Schmuckbranche entzogen, was eine weitere Verknappung des Angebots zur Folge hatte. Und das ETF-Volumen soll weiter steigen: Barclays möchte das obere Limit des Fonds auf bis zu 265 Millionen Unzen Silber hochsetzen. Die Lancierung des ETFs führte auch dazu, dass sich der Silberpreis seit Anfang 2006 mit einem Plus von knapp 60 Prozent tendenziell besser entwickelt hat als der Goldpreis, der nur knapp 30 Prozent zulegen konnte. Diese Outperformance könnte sich dank der ETFs noch eine zeitlang fortsetzen. So haben auch ETF Securities und die Zürcher Kantonalbank aus der Schweiz entsprechende Produkte auf den Markt gebracht.

Silberangebot fällt geringer aus

2006 notierte der Silberpreis so hoch wie zuletzt vor 26 Jahren. Verglichen mit 2005 lag der Preis durchschnittlich 58 Prozent höher. Einem aktuellen Bericht vom Silver Institute und vom Branchedienst GFMS zufolge war es neben der Nachfrage durch ETFs vor allem die Kaufbereitschaft aus der Industrie, die den Silberpreis nachhaltig anziehen ließ. Diese machte zum ersten Mal über 50 Prozent der Gesamtnachfrage aus. Dies zeigt, wie wichtig Silber mittlerweile für das moderne Leben geworden ist. Silber wird als elektronischer Leiter in Computern, Fotoapparaten und DVD-Rekordern eingesetzt und findet reges Interesse in der Automobil- und Luftfahrtbranche. Aber auch in der Medizin und in der Biotechnologie kommt Silber zum Einsatz. Aufgrund seiner antiseptischen Eigenschaften wird das Edelmetall in medizinischen Gerätschaften ebenso eingearbeitet wie in diagnostischen Forschungsapparaturen. Auf der Angebotsseite war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 925,6 Millionen Unzen auf 911,8 Millionen Unzen festzustellen. Stärker nachgelassen haben vor allem die Verkäufe aus Lagerbeständen. Diese sanken um vier Prozent auf 194,4 Millionen Unzen. Beim Angebot aus dem Recycling gab es mit 188 Millionen Unzen kaum eine Veränderung zu 2005. Die Verkäufe aus den Zentralbankbeständen stiegen auf 77,7 Millionen Unzen leicht an. Als Anbieter fielen hier vor allem Russland und Indien auf, während die Volksrepublik China ihre Verkäufe zurückfuhr.

Mehrjahreshochs im Visier

Entscheidend für die weitere Entwicklung des Silberpreises wird das Verhalten der Anleger und ihre Bereitschaft, in ETFs zu investieren, sein. Sollte sich der Trend aus dem vergangenen Jahr fortsetzen, könnte der Silberpreis in den kommenden Monaten neue Mehrjahreshochs erklimmen. Denn die zusätzliche Nachfrage nach Silber durch ETFs dürfte zumindest kurzfristig nur schwer zu kompensieren sein. Die Minenproduktion lässt sich nämlich nur über einen sehr langen Zeitraum ausweiten und die Staatsverkäufe neigen sich angesichts leerer Lager ohnehin ihrem Ende entgegen. Das Angebot aus dem Recycling dürfte sich ebenfalls nur über einen längeren Zeitraum hochfahren lassen und das Hedging ist unter Berücksichtigung eines steigenden Silberpreises ein Verlustgeschäft.

Für Spannung ist gesorgt

Am Silbermarkt wird es spannend bleiben. Anleger setzen auf ausgesuchte Silberminenaktien wie zum Beispiel Genco Resurces und Minefinders. In den kommenden Wochen wird DER AKTIONÄR zudem weitere aussichtsreiche Silbermineaktien vorstellen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 23/2007.

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| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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