Siemens
- David Vagenknecht

Siemens: Milliardendeal in London – die Hintergründe

Die Siemens-Aktie liegt im heutigen Handel leicht im Plus. Frische Impulse kommen von einem Großauftrag in London. Doch das Papier hängt weiterhin im Bereich der 100-Euro-Marke fest.

Der deutsche Technologieriese wird für die Londoner „Tube“ insgesamt 94 neue Züge liefern. Sie sollen ab dem Jahr 2023 auf der Piccadilly Line im Einsatz sein. Im Rahmen des Auftrags kassiert Siemens 1,5 Milliarden Pfund, also gut 1,7 Milliarden Euro.

Der Auftrag für die älteste U-Bahn der Welt verspricht Potenzial. Trotzdem bleiben die Hochs vom Sommer 2018 gut 22 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt. Der Grund: Das London-Projekt und auch die lanfristige Neustrukturierung brauchen Zeit. Die Umbaukosten und die anhaltende Krise in der Kraftwerksparte hingegen sind aktuelle Probleme und drücken auf die Stimmung.

Ausbruch lässt auf sich warten

In vielen Geschäftsbereichen läuft es gut. Der neue Auftrag zeigt, dass es auch im Zuggeschäft vor der Alstom-Fusion in die richtige Richtung geht. Doch die Kraftwerkskrise bremst die Aktie nach wie vor. Investierte Anleger brauchen daher Geduld. Die Siemens-Aktie bleibt eine Halteposition.

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