Siemens
- Stefan Limmer - Redakteur

Siemens: Analysten senken Daumen

Im Blickpunkt der Anleger steht am Donnerstag die Siemens-Aktie. Für Verunsicherung sorgt eine negative Analysteneinschätzung. Den Kampf um die psychologisch wichtige 100-Euro-Marke dürfte die DAX-Aktie damit vorerst verloren haben.

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Siemens von "Equal-weight" auf "Underweight" abgestuft. Den fairen Wert der Aktie sieht Analyst Ben Uglow nun nur noch bei 87 statt bei 100 Euro.  „Die Margenentwicklung im wichtigen Kraftwerksgeschäft könnte deutlich schlechter ausfallen, als es der Ausblick des Elektrokonzerns impliziere“, so der Analyst in seiner jüngsten Studie. Entgegen den von Siemens erwarteten elf bis 15 Prozent rechnet er nur noch mit 9,2 Prozent.

Prognosen für 2015 bestätigt

Vor Kurzem hat Siemens die Zahlen für das zurückliegende Quartal veröffentlicht. Ein kräftiger Rückgang bei den großen Gewinnbringern hat das Unternehmen hier belastet. Weil die Sparten Power & Gas sowie für Medizintechnik deutlich unter ihren Vorjahreszahlen blieben, sackte der Überschuss unter dem Strich um ein Viertel auf knapp 1,1 Milliarden Euro ab. Der Umsatz stieg hingegen um drei Prozent auf 17,4 Milliarden Euro. In beiden Sparten, die vor einem Jahr noch die höchsten Konzerngewinne eingefahren hatten, soll neues Personal das Ruder herumreißen. Sowohl Medizintechnik-Chef Hermann Requardt, als auch Power & Gas-Chef Roland Fischer räumen ihre Posten. Die Ziele für das laufende Jahr bekräftigte der Konzern. Der Gewinn soll um mindestens 15 Prozent zulegen – denn der Verkauf der Sparten für Haushaltsgeräte und Hörgeräte soll rund drei Milliarden Euro in die Kassen spülen. 

Ausbruch gescheitert

Zum wiederholten Mal in den vergangenen 12 Monaten scheiterte die Siemens-Aktie zuletzt erneut an der 100-Euro-Marke. Der Seit Mitte Oktober gültige Aufwärtstrend ist jedoch nach wie vor intakt. Mit einem 2015er-KGV von 12 ist die Aktie noch günstig bewertet. Außerdem lockt eine Dividendenrendite von mehr als drei Prozent. Investierte Anleger bleiben daher dabei und beachten den Stopp bei 80 Euro.

(mit Material von dpa-AFX)

 

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