RWE
- Thomas Bergmann - Redakteur

RWE enttäuscht - schlechter als E.on!

Beim zweitgrößten deutschen Energieversorger RWE haben fallende Börsenstrompreise und der milde Winter das Geschäft erneut belastet. Umsatz und Gewinn sind noch stärker gefallen als bei Konkurrent E.on. Auch Analysten hatten mit etwas besseren Zahlen gerechnet. Wegen des DEA-Verkaufs muss das Essener Unternehmen die Prognosen senken.

Das um Sondereffekte bereinigte sogenannte nachhaltige Nettoergebnis sank im ersten Quartal um mehr als ein Drittel auf 838 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte. Damit fiel das erste Quartal bei RWE noch schlechter aus als beim Wettbewerber E.on, der am Vortag einen Ergebnisrückgang von 13 Prozent gemeldet hatte.

Prognose bereinigt

Beim Umsatz von RWE gab es im ersten Quartal einen Rückgang um 8,6 Prozent auf 14,66 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis fiel mit 1,91 Milliarden Euro 18 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Die Prognose für das laufende Jahr passte das Unternehmen um den Verkauf der Gasfördertochter Dea an. Ende März hatte RWE mit dem russischen Oligarchen Michail Fridman einen Käufer für die Hamburger Tochter vorgestellt. Das EBITDA und das betriebliche Ergebnis veranschlagt RWE nun auf 6,4 bis 6,8 (bisher 7,6 bis 8,1) Milliarden Euro beziehungsweise 3,9 bis 4,3 (4,5 bis 4,9) Milliarden Euro. Beim nachhaltigen Nettoergebnis liegt die neue Prognose-Bandbreite bei 1,2 bis 1,4 (1,3 bis 1,5) Milliarden Euro.

Wenig überzeugend

Die RWE-Ergebnisse sind wie erwartet schlecht ausgefallen, von daher dürften sich die Kursreaktionen am Mittwoch in Grenzen halten. Die Zahlen zeigen aber auch, dass die Versorger-Aktien aktuell keinen Charme haben. Während E.on noch eine Halte-Position ist, sollten Anleger RWE meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vs RWE: Das ist der Favorit

Im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur sind auch die deutschen Versorger deutlich unter Druck geraten. Sowohl E.on als auch RWE haben damit nach dem starken Jahr 2017 einen guten Teil der Gewinne abgegeben. Auf dem gesunkenen Niveau sind die Aktien aber auch wieder attraktiver bewertet. Ein klarer … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Zukunft ist gesichert

Der Versorger RWE dürfte einer der Gewinner der anstehenden Großen Koalition in Deutschland werden. Die Kohlekraftwerke des DAX-Konzerns werden voraussichtlich länger laufen als ursprünglich befürchtet. Nach dem Abverkauf der vergangenen Wochen bekommt auch die Aktie neue Impulse. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Blutbad, aber…

Der Einbruch an den Aktienmärkten hat alle Branchen und Assetklassen erfasst. Die Versorger haben sich im Vergleich zu anderen Werten verhältnismäßig stabil gezeigt. Defensive Titel sind im trüben Börsenumfeld wieder gefragt. Bei E.on gibt es zudem Neuigkeiten aus der Türkei. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Keine Eile bei Innogy – so geht es weiter

Nach wie vor fehlen bei den Versorgern die Impulse nach oben. Langfristig bleiben die Aussichten in der Branche aber gut. Für RWE ist die Situation deutlich besser, als vor der Innogy-Abspaltung erwartet worden war. Der Konzern hat deshalb keine Eile bei den Plänen für die Beteiligung an der … mehr