RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE-Aktie: Fast 30 Prozent Abwärtspotenzial?

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE hat im abgelaufenen Jahr einen satten Verlust von 2,76 Milliarden Euro eingefahren. Vor einem Jahr stand noch ein Gewinn von 1,31 Milliarden Euro zu Buche. Grund für den Verlust sind vorwiegend Abschreibungen auf den fossile Kraftwerke, die wegen des Booms erneuerbarer Energien immer seltener am Netz sind.

Einige Analystenhäuser haben sich bereits zu dem Ergebnis geäußert. Nun melden sich die Schweizer Banken Credit Suisse und UBS zu Wort. Analyst Vincent Gilles von der Credit Suisse bestätigte sein „Neutral“-Rating mit einem Kursziel von 26,00 Euro. Pessimistischer ist UBS-Analyst Patrick Hummel. Er stuft den DAX-Titel weiterhin mit „Sell“ ein. Den fairen Wert der Aktie sieht er bei 20,70 Euro. Seiner Meinung nach dürfte sich der Gewinnrückgang bei dem Versorger auch nach 2014 fortsetzen.

Der RWE-Konzern muss sich immer wieder die Kritik gefallen lassen, die Wende in das Zeitalter der erneuerbaren Energien verschlafen zu haben. Auch der Ausblick ist alles andere als gut. Anleger lassen deshalb weiterhin die Finger von der Versorgeraktie.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Diese Erholung macht Sinn - die Hintergründe!

Am gestrigen Mittwoch ist die RWE-Aktie deutlich unter Druck geraten. Heute zählt der Versorger dagegen trotz der polizeilichen Räumung des Hambacher Forsts zu den stärksten Werten im DAX. Das ist auch berechtigt, denn gestern wurde der Titel lediglich in Sippenhaft genommen. DER AKTIONÄR erklärt, … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das klingt spannend

Nach den Rekordverlusten 2016 waren die Bilanzen der deutschen Versorger deutlich angeschlagen. Dank der Abspaltungen von Uniper und Innogy und einer starken operativen Entwicklung hat sich die Situation für E.on und RWE inzwischen aber deutlich verbessert. Auch Investitionen scheinen wieder … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Hier liegt die Zukunft

Deutschland besitzt bislang kein eigenes Terminal für verflüssigtes Erdgas (kurz LNG). Das sorgt vor allem von Seiten der USA für Kritik, die die hohe Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen monieren. Dank RWE könnte sich das aber bald ändern. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vs RWE: Das ist der Favorit

Die zwei großen deutschen Versorger E.on und RWE haben beim Innogy-Deal zwar gemeinsame Sache gemacht. Noch stehen beide Konzerne aber im Wettbewerb miteinander, vor allem an der Börse wollen sich viele Anleger lediglich eine Versorger-Aktie ins Depot legen. Die Entscheidung ist nicht einfach. mehr