RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE schreibt Milliardenverlust

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE muss erstmals seit der Nachkriegszeit einen Milliardenverlust verkraften. Vorwiegend wegen Abschreibungen auf seinen fossilen Kraftwerkspark lag das Ergebnis unter dem Strich im vergangenen Jahr bei minus 2,76 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte. Vor einem Jahr stand an dieser Stelle noch ein Plus von 1,31 Milliarden Euro. Bereits im Vorfeld gab es Berichte, wonach über einen Verlust von knapp drei Milliarden Euro spekuliert wurde. Der Konzern musste 2013 Wertberichtigungen im Volumen von 4,8 Milliarden Euro vornehmen. Schwerpunkt waren dabei Gas- und Kohlekraftwerke in Europa, die wegen des Booms der erneuerbaren Energien immer seltener am Netz sind. 

Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 54,1 Milliarden Euro. Experten hatten im Vorfeld mit einem leicht niedrigerern Absatz von 53,4 Milliarden Euro gerechnet. Das betriebliche Ergebnis sank um gut acht Prozent auf 5,88 Milliarden Euro. Das für die Dividende maßgebliche und um Sondereffekte bereinigte so genannte nachhaltige Nettoergebnis sank um knapp 6 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro. Mit den Zahlen verfehlte RWE die Erwartungen der Analysten sowie die eigenen Ziele ein Stück weit. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigten die Essener.

Als eine der wenigen Aktie haben sich die Versorger RWE und E.On von der Marktschwäche am Montag nicht anstecken lassen. Vor einem Engagement warten Anleger eine weitere Beruhigung des Gesamtmarktes ab.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vs RWE: Das ist der Favorit

Im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur sind auch die deutschen Versorger deutlich unter Druck geraten. Sowohl E.on als auch RWE haben damit nach dem starken Jahr 2017 einen guten Teil der Gewinne abgegeben. Auf dem gesunkenen Niveau sind die Aktien aber auch wieder attraktiver bewertet. Ein klarer … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Zukunft ist gesichert

Der Versorger RWE dürfte einer der Gewinner der anstehenden Großen Koalition in Deutschland werden. Die Kohlekraftwerke des DAX-Konzerns werden voraussichtlich länger laufen als ursprünglich befürchtet. Nach dem Abverkauf der vergangenen Wochen bekommt auch die Aktie neue Impulse. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Blutbad, aber…

Der Einbruch an den Aktienmärkten hat alle Branchen und Assetklassen erfasst. Die Versorger haben sich im Vergleich zu anderen Werten verhältnismäßig stabil gezeigt. Defensive Titel sind im trüben Börsenumfeld wieder gefragt. Bei E.on gibt es zudem Neuigkeiten aus der Türkei. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Keine Eile bei Innogy – so geht es weiter

Nach wie vor fehlen bei den Versorgern die Impulse nach oben. Langfristig bleiben die Aussichten in der Branche aber gut. Für RWE ist die Situation deutlich besser, als vor der Innogy-Abspaltung erwartet worden war. Der Konzern hat deshalb keine Eile bei den Plänen für die Beteiligung an der … mehr