RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: Das nächste große Ding

Nach dem Börsengang der E.on-Tochter Uniper treibt auch der Wettbewerber RWE seine Pläne voran. Noch in diesem Jahr will der Versorger seine neue Tochter Innogy ebenfalls an die Börse bringen. Am Montag hat der DAX-Konzern seine Pläne offiziell gemacht. Die Aktie zeigt sich davon zunächst unbeeindruckt.

In einem ersten Schritt will RWE wie geplant über eine Kapitalerhöhung rund zehn Prozent neue Innogy-Aktien ausgeben. Etwa zwei Milliarden Euro sollen damit erlöst werden. Zudem will der Mutterkonzern weitere Anteile aus dem eigenen Portfolio platzieren. Es bleibt aber vorerst offen, wie viele Aktien letztlich veräußert werden sollen. RWE will die Mehrheit an der Tochter aber auch langfristig halten und von deren Dividende profitieren – geplant ist eine Ausschüttungsquote von 70 bis 80 Prozent.

„Wir haben unsere internen Hausaufgaben erledigt und sind nun bereit für den Börsengang“, zeigt sich RWE-Finanzvorstand Bernhard Günther gegenüber Nachrichtenagentur dpa-AFX optimistisch. „Wenn das Börsenumfeld gut ist, dann sollte man keine Zeit verlieren.“ Die Ankündigung habe aber nichts mit dem IPO von Uniper zu tun. Sobald die Genehmigung des Börsenprospekts durch die Bafin vorliegt, soll es auch konkretere Angabe zum Umfang des Börsengangs und zur Preisspanne geben.

Unsichere Zukunft

Mit den Erlösen aus der Kapitalerhöhung will Innogy in wachstumsstarke Geschäftsfelder wie Erneuerbare Energien investieren. RWE selbst will durch den Verkauf der Bestandsaktien Geld für die Verpflichtungen beim Rückbau der Atomkraftwerke erlösen. Es bleibt aber fraglich, ob die beiden Geschäftsmodelle wirklich Erfolg mit sich bringen. Konservative Anleger meiden die Titel. Zocker können das attraktive Chartbild nutzen und mit einem Einstieg auf kurzfristige Gewinne setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

Breaking Banks

Autor: Brett King
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Aktie bricht aus – geht da noch mehr?

Die Konsolidierung in der Versorgerbranche ist endgültig vorbei. Am Donnerstag ist die RWE-Aktie auf ein neues Jahreshoch geklettert. Seit den starken Quartalszahlen zu Beginn der Woche hat der DAX-Titel bereits fast zehn Prozent zugelegt. Ein positiver Analystenkommentar hat neuen Schwung … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das ist stark

Der Versorger RWE hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr soll am oberen Ende der Spanne liegen. An der Börse kommen die Zahlen gut an. Die Aktie klettert im freundlichen Marktumfeld wieder über die 19-Euro-Marke. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on, RWE und Co: Die vier wichtigsten Szenarien

Es ist zuletzt ruhiger geworden um die deutschen Versorger. Der Atomausstieg ist beschlossen und die Übernahmefantasie hat etwas nachgelassen. Eine Konsolidierung bleibt dennoch wahrscheinlich. DER AKTIONÄR hat die vier interessantesten Spekulationen betrachtet und ihre Wahrscheinlichkeit … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Hier droht ein Problem

Die deutsche Bundesregierung treibt die Energiewende voran. Im ARD-Sommerinterview sprach sich Kanzlerin Angela Merkel für einen Ausstieg aus der Braunkohle-Förderung aus. Die Entwicklung war abzusehen. Der konventionelle Versorger RWE muss sich nun aber endgültig darauf einstellen. mehr