RWE
- Maximilian Völkl

Trendwende bei RWE: Kommunen sagen "Ja"

Die erneute Streichung der Dividende von RWE kam bei den Anlegern zuletzt nicht gut an. Vor allem die kommunalen Aktionäre hatten nicht damit gerechnet, dass die Ausschüttung beim ehemaligen Dividendenriesen zum zweiten Mal in Folge ausfällt. Inzwischen haben sich die NRW-Gemeinden aber mit den Plänen des Versorgers abgefunden.

Knapp 24 Prozent der Anteile an RWE werden von Kommunen wie Essen oder Mühlheim an der Ruhr gehalten. Seit Jahren planen diese die Dividenden des Versorgers fest in ihrem Haushalt ein. Die vier Vertreter im Aufsichtsrat haben den Dividendenvorschlag dennoch abgesegnet. Hintergrund: Im kommenden Jahr will RWE wieder 50 Cent je Stamm- und Vorzugsaktie ausschütten. Diese Marke soll in den Folgejahren dann auch die Untergrenze der Dividende bilden.

Eine Begründung für die Entscheidung, auf eine Ausschüttung zu verzichten, lieferte Aufsichtsratschef Werner Brandt gegenüber dem Handelsblatt. „Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation und der hohen Sonderbelastungen gab es für 2016 keinen Spielraum für eine Dividende.“ Operativ laufe es aber gut. „Das steht für mich im Vordergrund", sagte Brandt. „Ich bin deshalb für die Zukunft von RWE auch optimistisch.“

Finger weg

Es ist positiv zu werten, dass die kommunalen Aktionäre die Dividendenentscheidung mittragen. Auch der Abschluss der Verhandlungen um den Atomausstieg ist ein gutes Zeichen. Mit dem Fokus auf die konventionellen Kraftwerke bleibt dennoch fraglich, ob RWE langfristig erfolgreich wirtschaften kann. DER AKTIONÄR bevorzugt den DAX-Rivalen E.on.

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