Rocket Internet
- Matthias J. Kapfer - Werkstudent

Rocket-Internet schickt die nächste Beteiligung aufs Parkett

Das nächste IPO einer Rocket-Internet-Beteiligung steht in den Startlöchern. Nachdem das Beteiligungsunternehmen dieses Jahr bereits den Möbelhändler Home24 an die Börse gebracht hat, ist nun das Start-up Westwing an der Reihe.

Und wieder wagt es eine Beteiligung des Rocket-Internet-Konzerns an die Börse. Diesmal heißt der baldige Börsenfrischling Westwing. Das Münchner Start-up verkauft auf seiner Online-Plattform Möbel und Wohnaccessoires – sowohl kategorisiert, als auch mit kurzlaufende Verkaufsaktionen. Westwing selbst sieht sich selbst im sogenannten Home & Living E-Commerce-Geschäft als führende Marke in Europa.

120 Millionen Euro frisches Kapital

Mit dem Börsengang soll vor allem frisches Kapital in die Kassen des im Jahr 2011 gegründeten Unternehmens gespült werden. Die 120 Millionen Euro, welche sich Westwing von dem IPO erhofft, soll unter anderem für die Expansion eingesetzt werden. Mit dem Markteintritt in andere Länder hat sich das Unternehmen in der Vergangenheit etwas schwer getan, so gab Westwing zuletzt die Märkte Brasilien, Russland und Kasachstan auf.

Neben den Expansionsplänen will das Unternehmen, an dem Rocket Internet 32 Prozent der Anteile hält, das frische Geld auch für eine Schuldentilgung verwenden. Nach anfänglichen Verlusten soll Westwing den eigenen Angaben zufolge bereits seit dem vierten Quartal 2017 operative schwarze Zahlen schreiben (vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern).

Nach Korrektur wieder im Aufwind

Nach den Börsengängen von Hello Fresh und Delivery Hero im letzten Jahr und Home24 vor wenigen Monaten, ist nun Westwing an der Reihe. Das ebenfalls im Möbelgeschäft tätige Unternehmen Home24 fällt unterdessen mit eher schlechten Nachrichten auf. Der am gestrigen Tag veröffentlichte Halbjahresbericht lag unter den Erwartungen, die Aussichten auf Gewinn wurden verschoben – kein gutes Omen für den Westwing-IPO.

Die Rocket-Internet-Aktie befindet sich seit dem Allzeittief bei 15,17 Euro im letzten Jahr wieder deutlich im Aufwind. Die 30-Euro-Marke gerät nun immer wieder in den Fokus und konnte des Öfteren schon überwunden werden. Dennoch belastete der Abgang des Finanzchefs etwas die Stimmung. Investierte Anleger und mutige Neueinsteiger setzen dennoch auf eine baldige Fortsetzung des Aufwärtstrends.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Rocket Internet: Wohin mit der Kohle?

Was wurde in den letzten Jahren über Rocket Internet und CEO Oliver Samwer geunkt? Von einem gescheiterten Geschäftsmodell war da zu lesen und von Rufen, das Unternehmen mangels Performance von der Börse zu nehmen. Das Unternehmen hat auf die Kritik mit einem Strategieschwenk und Exits wie am … mehr